FOSDEM2009
aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank
openSUSE-Projekt @ FOSDEM 2009
Das neunte Free and Open source Software Developers' European Meeting (allgemein auch als FOSDEM bekannt) findet am ersten Februarwochenende 2009 (7&8) in Brüssel in Belgien statt. Es handelt sich dabei um eine jährlich stattfindende, zweitägige Veranstaltung mit Diskussionen, Vorträgen und Informationsständen für die Nutzer- und Entwicklergemeinde aus dem Bereich der freien und quelloffenen Software. Dieses Treffen wird von Freiwilligen der Université Libre de Bruxelles in Belgien organisiert. Der Zugang ist zu allen Teilen des FOSDEM kostenlos (wobei Spenden und Sponsoren immer willkommen sind, um die Veranstaltung zu finanzieren).
Das openSUSE Projekt nimmt am FOSDEM mit dem openSUSE 'DevRoom' (Developer Room) und einem kleinen Stand teil. Wir werden wieder versuchen, alle Vorträge aufzuzeichnen. Dieses Jahr sind wir im selben DevRoom wie am zweiten Tag im letzten Jahr, auch bekannt als openSUSE-Saune, H.2214 (Treppe hoch).
Vorträge im openSUSE DevRoom
Samstag, 7. Februar
| Zeit | Thema | Beschreibung | Vortragender | Medien |
|---|---|---|---|---|
| 13:00 | Welcome - openSUSE | Ein anderes Jahr, ein anderes FOSDEM. Der Vortrag gibg einen kurzen Überblick über die Ereignisse des letzten Jahres, was wir im openSUSE-Projekt erreicht haben. | Martin Lasarsch | |
| 13:15 | Who can you trust? | Der openSUSE Build Service (OBS) bietet jedem die Möglichkeit, mit realtiv wenig Aufwand Pakete für viele Distributionen zu bauen. Folglich ist die Anzahl verfügbarer Versionen und Varianten eines Pakets vergleichsweise hoch. Aus diesem Grund brauchen wir ein mächtiges aber einfaches Instrument, um diese Pakete zu überprüfen, die sofort auf dem openSUSE Software-Portal zur Verfügung stehen. Ein erster Ansatz wird eine individuelle Bewertung von Entwicklern sein, die mit dem OBS arbeiten. | Marko Jung | |
| 13:45 | openSUSE community | Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die openSUSE-Gemeinschaft.
Was wir haben, was wir brauchen. Er behandelt außerdem einige Themen von den Mailinglisten, wie Lokalisierung der openSUSUE-Wochenschau. Pläne für sprachspezifische news.o.o, warum i18n wichtig für uns ist. Der Vortrag wird außerdem einen kleinen Überblick über das kommende openSUSE-Pressespecherprogramm geben. | Dinar Valeev | |
| 14:30 | openSUSE Build Service overview | Einführung in den openSUSE Build Service, warum er erstellt wurde, was die Ziele sind, die damit erreicht werden sollen, und kurzer Überblick über seine Komponenten. | Adrian Schröter | |
| 14:45 | Collaboration in the openSUSE Build Service | Dieser Vortrag erklärt die Funktionen zur Zusammenarbeit im openSUSE Build Service. Er basiert auf zwei Paketdepots, die diese Funktionen nutzen: openSUSE:Factory:Contrib und openSUSE:Factory | Henne Vogelsang | |
| 15:30 | Putting Cross Development Support into OBS | Die Funktion zur plattformübergreifenden Entwicklung im OBS ist nun in die normale OBS-Entwicklung integriert. Sie erlaubt das Bauen, Testen und Ausführen von Anwendungen für andere Prozessorarchitekturen, indem eine Kombination aus Emulatoren und crossbuild genutzt wird. Emulatoren sind bereits ein normaler Teil des OBS. Es wurde eine Analyse der unterschiedlichen Wege zur Implementierung von Cross Build durchgeführt, um eine bessere Interoperabilität mit bestehenden Linux-Distributionen für andere Architekturen zu erreichen. Ziel war es, Cross Development als orthogonale Funktion zu implementieren, und nahtlos openSUSE, Fedora, Debia, Ubuntu für eingebettete Architekturen wie ARM, sh4, mips zu implementieren, wie es bereits vom OBS für x86- und PowerPC-Architekturen gemacht wird. | Martin Mohring | |
| 16:15 | Create your own Linux Distribution | Dieser Vortrag wird kurz erklären, wie Sie ihre eigene openSUSE-basierte Linux-Distribution-Installations- und Live-Medien mit dem openSUSE Build Service bauen. Er enthält eine kurze Einfürhung in kiwi-instsource (was letztes Jahr in einem Ausblick vorgestellt wurde) und die Art, wie wir Produkte definieren; und wie der Build Service daraus eine Installationsquelle erstellt. | Jan-Christoph Bornschlegel | |
| 17:00 | Creating customized openSUSE versions with SUSE Studio | SUSE Studio ist eine neue Web-Anwendung zum Bau von openSUSE-basierten Appliances. Es bietet eine einfach zu nutzende Schnittstelle, um schnell Abbilder für Live CDs und bootbar USB Sticks und für VMware zu erstellen. Es ist außerdem möglich, bequem die Softwareauswahl, die Konfiguration und die Gestaltung der Appliances anzupassen. Drittsoftware kann über eine Zusammenarbeit mit dem openSUSE Build Service integriert werden. Studios Testdrive-Funktion erlaubt es Nutzern, die Appliance über die Web-Schnittstelle auszuführen, um sie zu testen und weiter zu konfigurieren. | Cornelius Schumacher
Daniel Bornkessel | |
| 17:45 | Legal aspects of distribution development | Jede Gemeinschaftsdistribution muss sich mit rechtlichen Problemen beschäftigen. Der Vortrag stellt die verschiedenen Fallstricke vor, auf die wir bei unserer täglichen Distributionsarbeit stoßen und zeigt, wie wir sie beheben. Dies gelingt nur zusammen mit den Entwicklern der Ursprungsprojekte, und die meiste Arbeit wird für jede Distribution wieder erledigt. | Jürgen Weigert | |
| 18:15 | Apport - Automatic Application Crash Reporting for openSUSE | Apport ist ein automatisches Absturzberichtssystem. Viele Anwendungsabstürze bleiben aus unterschiedlichen Gründen ungemeldet. | Jan Blunck | |
| 19:00 | Ende |
Sonntag, 8. Februar
| Zeit | Thema | Beschreibung | Vortragender | Folien |
|---|---|---|---|---|
| 10:00 | openSUSE education | Das openSUSE Education-Projekt hat das Ziel, Schulen bei der Nutzung von openSUSE zu unterstützen, erstellt und beschreibt zusätzlichen Softwarepakete für Bildungsprojekte und erstellt eine Zusatz-CD für die reguläre openSUSE-Distribution. Der Vortrag gibt ihnen einen Überblick über das Projekt, wo wir mittlerweile sind und was noch gemacht werden muss. | Lars Vogdt | |
| 10:45 | Zypper - openSUSE's command line software manager | Zypper ist ein Kommandozeilenwerkzeug für die Softwareverwaltung, das auf die ZYpp-Bibliothek zurückgreift. Es kann benutzt werden, um Paketdepots zu verwalten, nach Paketen zu suchen, sie zu installieren und sie aktuell zu halten und noch vieles mehr. Dieser Vortrag wird seine interessantesten Funktionen beleuchten, Tipps & Tricks zeigen und zukünftige Pläne vorstellen. | Ján Kupec | |
| 12:00 | MirrorBrain - Free CDN for Free Software Projects | Das MirrorBrain, auch bekannt als der openSUSE Download-Weiterleiter, leitet Klienten (Web-Browser, Transferprogramme) direkt an einen Spiegelserver in der Nähe weiter. Er funktioniert ähnlich den Systemen von sourceforge.net, mozilla.com oder ähnlich großen Organisationen, die sich einer riesegen Anzahl von Transferanfragen ausgesetzt sehen, die zu hoch ist, um praktisch von einer einzelnen Seite beantwortet zu werden. Um einen Spiegelserver in der Nähe des Klienten zu finden, "geolokalisiert" der Weiterleiter den Klienten über seine IP-Adresse. Falls mehere passende Spiegelserver gefunden werden, verteilt der Weiterleiter die Anfragen auf Grund ihrer Möglichkeiten. | Peter Poeml | |
| 12:45 | openSUSE on Netbooks | Jeder mag Netbooks, warum also nicht die Lieblings-Linux-Distribution darauf nutzen.
Der Vortrag zeigt die Stolpersteine und Einschränkungen und wie man openSUSE auf Netbooks zum Laufen kriegt. | Stefan Seyfried | |
| 13:30 | YaST2 - Future Roadmap | In openSUSE 11.0 brachte YaST neue Funktionen wie ein veränderbares Aussehen und einen robusten & schnellen Paketverwalter mit. 11.1 kam mit einer robusteren Auflösung von Abhängigkeiten und verschiedenen kleineren Funktionen. In diesem Vortrag stellen wir all die Funktionen vor, die für die nächste openSUSE-Ausgabe hohe Priorität genießen, und Bereiche, in denen wir Untersuchungen anstellen, deren Ergebnisse eventuell in zukünftige Versionen einfließen. | Duncan | |
| 14:15 | openFATE - How to get your most wanted features into openSUSE | openSUSE öffnet der Gemeinschaft das Einbringen neuer Funktionen und deren Verfolgung im Entwicklungsprozess.
In der Vergangenheit hatten nur Novell-Angestellte Zugriff auf die Feature-Datenbank, in der alle Funktionen zukünftiger Produkte verfolgt wurden. Nun kann die Gemeinschaft an diesem Prozess teilnehmen, indem sie neue Funktionen vorschlägt, existierende Funktionen durchsstöbert und zu ihnen beiträgt. Wir haben die openFATE-Web-Anwendung (http://features.opensuse.org) kurz vor dem FOSDEM gestartet. Der Vortrag zeigt wie sie arbeitet und erklärt, wie eingehende Funktionsanfragen und -vorschläge gehandhabt werden. | Thomas Schmidt | |
| 14:45 | Architecture of Collaboration | Dieser Vortrag legt das Hauptaugemerk auf die im Kablink Open Collaboration-Projekt implementierte “Architektur der Zusammenarbeit”. Sehen Sie, wie die Kablink-Plattform es ihnen erlaubt, eine Anwendung zu bauen, die Probleme bei der Zusammenarbeit mit ihren Teammitgliedern behebt. Während des Vortrags wird eine Anwendung entwickelt, die Nutzen aus den sozialen Netzwerkfähigkeiten von Kablink zieht, wodurch ein bekanntes Problem bei der Zusammenarbeit gelöst wird. | Brent McConnell | |
| 15:30 | Bits from your GNOME team (with build service fun inside!) | Auf dem letzten FOSDEM gab JP Rosevaar einen guten Überblick darüber, was im GNOME-Land von openSUSE geschieht. Seitdem sind viele Dinge passiert und 2008 half dem Team dabei eine Menge zu erreichen. Diser Vortrag wird einige interessante technische Änderungen auf ihrer Arbeitsfläche präsentieren und wie sie die Distribution betreffen, wird sich aber auch mit dem GNOME-Team und seinen Prozessen beschäftigen, bspw. unserer Nutzung des Build Service. | Vincent Untz | |
| 16:15 | Putting the 'open' in openSUSE : Community-driven KDE development | Das KDE-Team spielt eine zentrale Rolle dabei, openSUSE zu einem von der Gemeinschaft gesteuerten Projekt zu machen. In diesem Vortrag stellt das KDE-Team dar, wie es mit der Gemeinschaft zusammen arbeitet, um die neue KDE4-Arbeitsfläche in die Distribution zu integrieren, so dass sie die Bedürfnisse der Nutzer erfüllt. Es werden aktuelle Entwicklungen in KDE und Maßnahmen für einen reibungslosen Übergang von KDE 3 vorgestellt. | Will Stephenson | |
| 17:00 | Ende |
Andere Vorträge außerhalb des openSUSE devroom
| Wann | Wo | Wer | Was | Beschreibung | Folien |
|---|---|---|---|---|---|
| 14:00 - Samstag | Hauptraum "Janson" | Joe Brockmeier | openSUSE | ODP |
Wer wird da sein?
Sie finden eine aktuelle Liste im englischen Wiki, zu der Sie sich auch hinzufügen können, wenn Sie das FOSDEM besuchen.
WWW-Verweise
- FOSDEM
- openSUSE 'DevRoom' Programm auf der FOSDEM-Seite
FOSDEM-Sonderausgabe der openSUSE-Wochenschau

