Häufig gestellte Fragen zur GPLv3

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Häufig gestellte Fragen zum GPLv3-Entwurf vom 28. März 2007

F: Wird die GPL3 zum Tod von SUSE Linux führen?

A: Absolut nicht. Novell ist der Linux-Wirtschaft verpflichtet.

F: Wie wird es ihnen möglich sein, unter der GPLv3 stehende Komponenten auszuliefern?

A: Wenn Sie die ersten Pressereaktionen auf diesen dritten Entwurf gelesen haben, werden Sie feststellen, dass um dieses Thema noch eine Menge fragen drehen. Da es sich hierbei erstmal um einen Entwurf handelt, ist es noch zu früh, schon jetzt exakt zu sagen, wie wir die GPLv3 aufnehmen werden. Allerdings erfüllen wir die Anforderungen der Lizenzen, unter der die von uns ausgelieferte Software steht, immer sehr sorgfältig, was sich auch bei der GPLv3 nicht ändern wird.

F: Könnte deshalb auch der Vertrag mit Microsoft platzen?

A: Wir haben nicht vor, so etwas zu tun. Novell wird die Partnerschaft mit Microsoft fortführen, da die Verbesserung der Interoperabilität den Nutzern und der Verbreitung von Linux gut tut. Sollte die finale Version der GPLv3 in Konflikt zu den Verträgen mit Microsoft stehen, wird Novell diese Probleme mit Microsoft besprechen.

F: Sie könnten ja sogar noch mehr an Microsoft ausverkaufen?

A: es wurde gar nichts verkauft. Novell hat Microsoft dazu gebracht, Linux formal als eine Plattform für Datenzentren anzuerkennen. Novell nimmt im großen Stil an quelloffenen Software-Projekten teil. Novell bezahlt Mitarbeiter, damit diese mit Verbesserungen zu zahlreichen Softwareprojekten beitragen, einschließlich dem Linux Kernel, KDE, OpenOffice.org, Mono und auch zu Projekten der FSF wie dem GCC und der glibc.

F: Was ist mit der sogenannten "grandfathering" Klausel??

A: Schauen Sie sich die dies betreffenden Argumentationen der FSF an. Diese besagen, dass es sich dabei um ein kompliziertes Problem handelt, da Sie keine Konditionen in die Lizenz aufnehmen wollen, die unerwartete Auswirkungen auf schon vorher vorhandene Verträge haben könnten. Wenn man über eine allgemeine Lizenz wie die GPL redet, ergibt es Sinn, dass deren Vorschriften auf die Zukunft und nicht auf die Vergangenheit zielen.

F: Glauben Sie, dass die grandfathering-Klausel bleiben wird?

A: Wir können das nicht voraussagen. Aber wie oben schon ausgeführt wurde, ergibt es Sinn, dass Vorschriften in der neuen Lizenz die Zukunft und nicht die vergangenheit adressieren. Auf diese Weise kennen Firmen die Parameter und können sich in Zukunft dementsprechend verhalten..

F: Hat die GPLv3 negative Auswirkungen auf Microsofts Patentrechte?

A: Wir sind keine Anwälte, weshalb wir uns nicht damit beschäftigen. Nebenbei ist dies immer noch ein Entwurf, weshalb es noch zu früh ist, mit Gewissheit zu sagen, wie sich die GPLv3 in einer bestimmten Vorschrift wie dieser verhalten wird. Wie schon gesagt, wird Novell Microsoft ansprechen, wollte die finale Versin der GPLv3 irgendwelche Auswirkungen auf die Vereinbarungen mit Microsoft haben.

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