K8NF6G-VSTA

aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank

In diesem Artikel wird die Konfiguration der Hauptplatine auf zwei möglichen Wegen beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Das Problem

Yast erkennt bislang die in die neue Hauptplatine ASRock K8NF6G-VSTA voreingebaute Soundkarte (ALC883/ALC861VD Audio Codec) ebensowenig wie den Ethernet-Anschluss.

Die Lösung: Herunterladen

Realtek bietet einen Audio-Treiber an, mit dem auch die fehlenden Gerätefunktionen hergestellt werden können:

http://www.realtek.com.tw/downloads/downloadsView.aspx?Langid=1&PNid=14&PFid=24&Level=4&Conn=3&DownTypeID=3&GetDown=false

Die Seite verweist auf weitere Installationsanleitungen. Wählen Sie in der letzten Tabelle "Sonstige", sprich

"Others"

und laden Sie über einen der Links den realtek-linux-audiopack-4.05f.tar.bz2 herunter, entpacken Sie ihn durch Klick auf die rechte Maustaste (Entpacken->hier entpacken).

Installieren

Zunächst werden mit Yast die Pakete

  • make
  • gcc
  • kernel-source 2.6.18.2-34-default

installiert. Der hier angegebene Kernelquellcode entspricht dem auf dem Server für für den CD-Download von openSuSE10.2 hinterlegten Kernel 2.6.18.2-34. Wird ein späterer verwendet, muss der entsprechend dazu passende kernel-source Quellcode mit gleicher Nummer dazu ausgewählt werden. Wenn Yast kein zusammengehöriges Paar anzeigt, sollte man notfalls bis auf die CDs alle späteren Installationsquellen unter Software->Installationsquelle wechseln deaktivieren (nicht löschen) und nochmals den genannten CD-Kernel einspielen.

Der einfache Weg

Nun lässt sich in der Konsole eingeben

 > cd alsa-driver-1.0.xx (Wechsel in das Verzeichnis des Treibers)
 > su                    (Wechsel in den Root-Modus)
 > ./install             (Ausführen des mitgelieferten Installationsskipts)

Das Skript konfiguriert nun etliche Minuten, bis schließlich der blaue ALSA-Schirm erscheint. Dort wählt man die Option "hda-intel * nVidia" mit der Pfeiltaste aus.

Der steinige Weg: Installation von Hand

  • 1: Quellcode entpacken
 > tar xfvj alsa-driver-1.0.xx.tar.bz2
  • 2: Ton anstellen (soundcore module, default turn on)
  • 3: Quellcode kompilieren und Treiber installieren
 > cd alsa-driver-1.0.xx
 > ./configure
 > make
 > make install
 > ./snddevices
  • 4: Die Bibliothek ALSA Lib installieren
 > tar jxvpf alsa-lib-1.0.xx.tar.bz2
 > cd alsa-lib-1.0.xx
 > ./configure
 > make
 > make install
  • 5: ALSA Utility installieren
 > tar jxvpf alsa-utils-1.0.xx.tar.bz2
 > cd alsa-utils-1.0.xx
 > ./configure
 > make
 > make install
  • 6. ALSA Autokonfiguration starten
 > ./alsaconf
  • 7. Ton-Mischpültchen kMix einrichten
 > ./alsamixer
 /etc/modprobe.d/sound

nVidia Grafikkarte

Die beschriebene Platine wird zur Zeit regelmäßig mit einer nVidia GeForce6-class grahics bestückt. Diese ist ebenfalls für Windows-Vista ausgelegt und funktioniert auch deshalb nicht, weil nVidia eifersüchtig per Lizenzvertrag über die angebotenen Treiber wacht (unverständlich und zumindest in Europa wegen Art. 4 lit. c der Softwarerichtlinie des Rates vom 14. Mai 1991 - entspricht in Deutschland § 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG - weitestgehend wirkungslos). Zur Einrichtung der Grafikkarte gibt es bereits einen sehr ausführlichen Artikel

Proprietäre NVIDIA-Grafiktreiber

Ich möchte nur anmerken, dass das rpm-Paket, einmal ganz davon abgesehen, dass es bei mir nicht funktioniert hat, nebenbei den unabänderlichen Nachteil aufweist, dass bei jedem Kernelupdate über nVidia zwar die Grafikkarte neu installiert ist, jedoch der Soundkarten-Treiber wieder herausfällt.

Man sollte also den umständlichen Weg der manuellen Treiber-Installation gehen, wie er dort unter SUSE Linux 10.0 oder älter; manuelle Installation beschrieben ist.


--Hedele 18:11, 31. Mär 2007 (UTC)