KDE Display Manager

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KDE Display Manager (KDM)

KDM 4.0.4 unter openSUSE 11.0

Versionen in Distributionen von openSUSE; aktuelle Versionen für ihre Distribution finden Sie (evtl.) im Build Service.

10.1: 10.2:
3.5.1 3.5.5
10.3 11.0
3.5.7 & 4.0 Beta2 3.5.9 & 4.0.4
11.1 Factory
3.5.10 & 4.1.3 4.3.1

Der KDM (Akronym für KDE Display Manager) ist ein graphischer Sitzungsverwalter. Er ist eine der zentralen Komponenten der Arbeitsflächenumgebung KDE, kann aber auch für andere X-basierte Benutzeroberflächen eingesetzt werden.

KDM ermöglicht Benutzern, sich mit ihrem Benutzernamen und Passwort anzumelden, und startet mit Hilfe dieser Daten die gewünschte Sitzung. Dies kann eine KDE-Sitzung sein, aber auch beispielsweise eine GNOME- oder Kommandozeilen-Sitzung. Die gewünschte Sitzung lässt sich dabei vor der Anmeldung im Sitzungsmenü auswählen.

KDM setzt auf dem X Window System auf und ersetzt dessen Standardanmeldeverwalter XDM. Wie auch XDM bietet KDM einen XDMCP-Chooser. So lässt sich auch aus der Ferne auf den KDM zugreifen.


Konfiguration

KDM kann in KDE 3 über das KDE-Kontrollzentrum konfiguriert werden, in KDE 4 ist Systemeinstellungen dafür zuständig. Zur optischen Gestaltung können Themes genutzt werden, die die Standardansicht ersetzen (und bei openSUSE standardmäßig zum Einsatz kommen). Auch Symbole für die einzelnen Benutzer sind möglich.

Auswahl des Anmeldeverwalters

Welcher Anmeldeverwalter eingesetzt wird, lässt sich unter openSUSE in der Datei /etc/sysconfig/displaymanager in der Variablen DISPLAYMANAGER festlegen. Der jeweilige Verwalter muss dazu natürlich installiert sein, xdm ist der Standardverwalter des X-Systems. Nutzer einer Arbeitsfläche sollten aber standardmäßig den dazu gehörigen Verwalter zu sehen bekommen.

Die Datei lässt sich nur als Root bearbeiten, damit die Änderung wirksam wird, muss ebenfalls als Root SuSEconfig ausgeführt werden.

Ändern des KDM-Themes

Neben der Möglichkeit, eigene Themes für KDM zu erstellen, die im KDM-Handbuch beschrieben wird, finden Sie auf kde-look.org bereits viele fertige Themes.

Die Themes werden in einem Verzeichnis installiert, auf das normale Nutzer keinen schreibenden Zugriff haben, sie brauchen dafür also Root-Rechte.

  • Theme-Verzeichnis von KDM4:
    /usr/share/kde4/apps/kdm/themes
  • Theme-Verzeichnis von KDM3:
    /opt/kde3/share/apps/kdm/themes

Wenn Sie eine Theme-Datei bspw. von kde-look.org heruntergeladen haben, müssen Sie diese in einem der oben genannten Verzeichnisse installieren, abhängig von der genutzten KDM-Version. Das folgende Beispiel geht von KDM4 aus.

cd /usr/share/kde4/apps/kdm/themes

sudo tar xvfz /Pfad/zum/Theme-Paket.tar.gz

Der obige tar-Befehl entpackt ein mit gzip komprimiertes tar-Archiv (Endung tar.gz oder tgz), ist das Archiv mit bzip2 komprimiert (Endung bz2 oder tbz2), müssen Sie das z bei den Parametern durch ein j ersetzen.

Damit das installierte Theme genutzt wird, müssen Sie in der Datei /etc/sysconfig/displaymanager die Variable DISPLAYMANAGER_KDM_THEME anpassen. Die Variable muss den Namen des Theme-Verzeichnisses unterhalb des oben genannten Speicherorts enthalten. Wenn Sie die Variable leer lassen, wird die Standardansicht ohne Theme angezeigt. Um die Änderung anzuwenden, müssen Sie zum Schluss noch als Root SuSEconfig ausführen.


Paketdepots/Aktuellere Versionen im Build Service

Die von openSUSE ausgelieferte Version von KDM erfährt über die Online-Aktualisierung von YaST lediglich Erneuerungen bei Sicherheitsproblemen oder schwerwiegenden Fehlern. Wenn Sie einen größeren Versionssprung vornehmen wollen oder diese Software nicht auf den Installationsmedien mitgeliefert wird, stehen für die von Ihnen verwendete Ausgabe der Distribution neue Pakete im KDE:KDE4:STABLE:Desktop-Depot des Build Service von openSUSE zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie im Artikel Zusätzliche Paketquellen.


Siehe auch

  • Ähnliche Anwendungen


WWW-Verweise