Metalink
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Über Metalinks
Metalink ist ein offener Standard, der verschiedene Wege (FTP/HTTP/P2P) eine Datei herunterzuladen in einer Datei bündelt, um den Transfer zu vereinfachen. Er eignet sich so besonders gut zum Herunterladen von ISOs; vor allem für Leute die kein P2P nutzen können, weil es ihnen von ihrem Internetdienstanbieter oder ihrer Universität untersagt wird. Durch Metalinks können sehr hohe Transferraten erreicht werden, da die meisten Clients automatisch mehrere Verbindungen zu mehreren Spiegelservern unterstützen.
Neben regulärem p2p/bittorrent können Sie Metalink auch weiter dafür nutzen, den Transfer stärker zwischen verschiedenen Spiegelservern aufzuteilen, entweder durch das Entfernen des Hauptservers oder durch eine geringere Priorität für diesen. Metalinks können Spiegelserver und Prüfsummen (Reparaturinformationen), zusammen mit Torrents, ed2k und Magnetverknüpfungen auflisten. Nutzer können dann durch Angabe ihres Standorts dafür sorgen, dass sie von lokalen Servern herunterladen, da die Spiegelserver über Standort- und Prioritätsinformationen verfügen.
Metalinks für openSUSE
Der openSUSE Download Eedirector aka das MirrorHirn enthält eingebaute Metalink-Unterstützung. Die Metalinks enthalten Prüfsummen die zur Fehlererkennung genutzt werden. Metalinks können in den selben Verzeichnissen auf dem Server gefunden werden, in denen auch die ISOs sind, bspw. hier:
- 10.3 (DVD): http://download.opensuse.org/distribution/10.3/iso/dvd/
- 10.3 (CD): http://download.opensuse.org/distribution/10.3/iso/cd/
- 11.0-Beta3: http://download.opensuse.org/distribution/11.0-Beta3/iso/cd/
Metalinks nutzen; Metalink-Clients
DownThemAll!, eine Erweiterung für Firefox, ist für die meisten Leute wahrscheinlich der einfachste Weg, Metalinks auszuprobieren.
aria2 (Nutzen Sie aria2 und Sie werden keine Prüfsummenfehler haben) ist der bevorzugte Kommandozeilenklient für Unix, während KGet 2.0 in KDE 4 und wxDownload Fast (Alle Plattformen, aber keine Mac OS Binärdateien) eine grafische Oberfläche haben.
Speed Download ist für Mac OS verfügbar, Retriever (Java) auf allen Plattformen, Free Download Manager (GPL), Orbit Downloader, GetRight und Net Transport unter Windows.
Es gibt noch andere Clients für Mac OS, Windows und Unix.
Beispielnutzung von aria2
Um die 10.3 i386 DVD ISO herunterzuladen:
| erde@sonne:~> aria2c http://download.opensuse.org/distribution/10.3/iso/dvd/openSUSE-10.3-GM-DVD-i386.iso.metalink |
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Oder falls Sie die Metalink-Datei heruntergeladen haben, brauchen Sie die -M Option. So:
| erde@sonne:~> aria2c -M openSUSE-10_3-GM-DVD-i386_iso.metalink |
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Leute die ReiserFS als Dateisystem nutzen werden '--file-allocation=prealloc' nutzen wollen, um Dateifragmentierung zu vermeiden. Es kann ein oder zwei Minuten dauern, bis der Platz vor der Übertragung belegt ist, bevor der Transfer der Datei beginnt, wird aber später Zeit sparen.
Prüfsummen
Metalinks können komplette Dateiprüfsummen enthalten, die von aria2, Free Download Manager, GetRight, wxDownload Fast, Orbit und Speed Download automatisch geprüft werden. Einige Metalinks können außerdem Reparaturinformationen enthalten, um Fehler zu beheben, die währen des Transfers auftreten könnten, was bisher aber nur von aria2 0.10.1 und neuer unterstütz wird. (Nutzen Sie aria2 0.10.1+ und Sie werden keine MD5-Fehler haben).
Falls ihr Metalink-Programm dies nicht unterstützt und Sie sichergehen wollten, dass der Metalink-Transfer keine Fehler enthält und das offizielle ISO korrekt trifft, sollten Sie die Prüfsumme ihrer ISO mit den Prüfsummen vergleichen, die auf download.opensuse.org gelistet sind. Einen freien m5sum-Prüfer für verschiedene Betriebssysteme finden Sie unter md5deep.sourceforge.net. Unter Linux führen Sie einfach folgendes Kommando aus:
md5sum boot.iso
Falls sich die errechnete Prüfsumme der heruntergeladenen Datei vom Referenzwert auf download.opensuse.org unterscheidet, sollte der Transfer wiederholt (oder repariert) werden.
Wenn Sie Linux als Betriebssystem nutzen, können Sie die ISO-Datei auch mit dem Kommando rsync reparieren. Wenn Sie dies machen möchten, wählen Sie einen Spiegelserver, der dieses Protokoll unterstützt und geben folgendes ein:
rsync rsync://<Name-des-Spiegels/<opensuse-Verzeichnis>/
Dies wird das Verzeichnis auf dem Server anzeigen. Indem Sie die Namen der Unterverzeichnisse an das Kommando anhängen, gelangen Sie Sie in das Verzeichnis auf dem Server in dem die ISOs liegen. Danach wird
rsync -avvP rsync://<name-of-mirror>/<opensuse-directory>/<path-to-iso>/<name-of-ISO> <path-to-your-local-ISO-file>
die Datei repariere, indem es nur die Daten herunterlädt, die zur Korrektur nötig sind. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der man-Seite von rsync, die Sie durch Eingabe des folgenden erreichen:
man rsync
Beispiel zur "Reparatur" einer Datei
Viele der Spiegelserver in der Liste Factory Spiegelserver können mit rsync genutzt werden. in diesem Beispiel werden wir mirrors.kernel.org nutzen.
Wir gehen davon aus, dass Sie openSUSE-10.2-GM-DVD-i386.iso via Metalink herunterladen und an einer Stelle (vermutlich am Ende) einen Fehler erhalten. Nutzen Sie rsync wie folgt um alle fehlenden Teile herunterzuladen:
cd /verzeichnis/des/iso rsync -avvP rsync://mirrors.kernel.org/opensuse/distribution/10.2/iso/dvd/openSUSE-10.2-GM-DVD-i386.iso .
Hinweis: wir brauchen hier am Ende nur einen Punkt (".") zu nutzen, da wir wir einfach nur die ISO mit dem selben Dateinamen in aktuellen Verzeichnis fortsetzen wollen.

