OpenSmallOffice - Netzwerk-Tipp Router

aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank


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Autor: Thomas Lodewick

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Hinweis: Das Thema Netzwerk ist ein sehr facettenreiches Feld, das an dieser Stelle in aller Kürze nicht abgehandelt werden kann. Je nachdem, ob Sie ein neues Netzwerk konzipieren oder ein bestehendes Netzwerk ersetzen oder ergänzen möchten, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. Sie werden an dieser Stelle nur einige Tipps erhalten, die sich mehr oder minder aus unseren eigenen Anforderungen ( neues Netzwerk, Clients laufen unter Linux ( hier: openSUSE) und Windows ( hier: Windows XP ), zentraler Internetzugang über DSL, Sicherung des Netzwerks über separater Firewall, kein DHCP, neuer DNS-Server, neuer Samba-Server ohne DC-Funktionen etc. ) ergeben.

Warnung: Ich verweise ausdrücklich an dieser Stelle auf die zahlreich vorhandene Fachliteratur, da ein schlecht konfiguriertes Netzwerk nicht nur zu Fehlfunktionen führen kann, sondern auch zu Sicherheitslücken, die bis zur Möglichkeit der Datenspionage und damit zum Verlust Ihrer Daten an Dritte führen kann.


Da dieser Abschnitt länger wurde als geplant, beachten Sie bitte auch folgende Unterkapitel:

OpenSmallOffice - Netzwerk-Tipps: Firewall * Router * IP-Adressen * Domain- und Rechnernamen * DNS-Server * DCHP *** FAQ

Netzwerk-Tipp: Router

Das zweite Thema, über das man bei der Planung eines Netzwerkes stolpert, ist das Thema Router: sobald mehr als zwei Rechner zusammenarbeiten sollen, muss es eine Funktion geben, die eine Verbindung zwischen den Arbeitsstationen, zwischen Arbeitsstationen und Servern, meist auch den Arbeitsstationen und dem Internet regelt. Genau dieses übernimmt ein Router. In einem kleinen Netzwerk kann dies zum Beispiel das Gerät sein, das Sie unter Umständen von Ihrem Internetprovider erhalten haben und das das sich zwei oder mehr PCs, manchmal auch USB-Drucker oder USB-Festplatten, anschließen lassen. Ich habe dieses schon kurz unter dem Punkt 'Firewall' einmal erwähnt. Die meisten Geräte bringen zusätzlich noch einen Access Point für WLAN ( siehe auch Artikel Wikipedia ) mit; seit einiger Zeit gesellen sich noch Funktionen für VoIP ( Kürzel für Voice over IP, siehe auch Artikel Wikipedia ) und Anschlussmöglichkeiten für Telefone ( Analog und / oder ISDN ) hinzu. Für den Hausgebrauch ist dies sicherlich eine gute Lösung - für unser geplantes Netzwerk haben wir uns aber von dem Gerät verabschiedet: die Funktion des Routings übernimmt komplett der PC mit der Firewall IPCop ( siehe oben ).

Dazu ist der besagte PC für jeden der Netzwerkteile Internet, LAN, WLAN und DMZ ( Kürzel für Demilitarized Zone, also dem Teil des Netzwerks, in dem Server betrieben werden; siehe auch Artikel Wikipedia ) mit einer eigenen Netzwerkkarte ausgestattet, denen jeweils aus einem eignen Class-C-Subnetz eine IP-Adresse zugeordnet sind ( siehe auch den Abschnitt zu IP-Adressen in den Netzwerk-Tipps ). Die Software IPCop übernimmt nun die Funktion der Firewall bezüglich der Absicherung sowohl in Richtung Internet ( von IPCop als rote Zone bezeichnet ) als auch zwischen LAN ( als grüne Zone bezeichnet ), WLAN ( als blaue Zone bezeichnet ) und DMZ ( als orange Zone bezeichnet ). Da sie regelt, wer wohin zugreifen darf, übernimmt sie gleichzeitig das Routing zwischen den Zonen.

An der Netzwerkkarte der roten Zone ist direkt das sogenannte DSL-Modem für den Zugang zum Internet angeschlossen, die Einwahl selbst erfolgt durch IPCop. An der Netzwerkkarte der grünen Zone befindet sich ein sogenannter Switch, an dem nun alle PCs, ein netzwerkfähiges Kombigerät für Fax und Scanner sowie ein netzwerkfähiger Drucker angeschlossen werden. Damit in unserem mehrstöckigen Büro die Kollegen mit Notebooks ebenfalls ins Netzwerk können, wurde der alte Router mit Access Point für das WLAN an der Netzwerkkarte der blauen Zone angeschlossen ( und alle anderen Funktionen so weit möglich deaktiviert ) und schlussendlich an der Netzwerkkarte der orangen Zone unser Server mit dazwischengeschalteten Switch angeschlossen.

An dieser Stelle möchte ich auf einen weiteren Artkiel der Wikipedia verweisen - zum Thema Switch. Dieser klärt nicht nur sehr gut die Unterschiede zwischen einem Switch und einem Hub, sondern erklärt auch, warum es sich lohnt, bei einem Switch durchaus auf höherwertige und damit teurere Geräte zurückzugreifen. Sollten Sie bei der Planung eines neuen Netzwerks sein, oder möchten Sie Ihr bestehendes Netzwerk erweitern und / oder verbessern, lesen Sie den Artikel. Die Mehrkosten ( die Preisspanne zwischen einfachen und hochwertigen Geräten im SoHo-Bereich bewegt sich durchaus zwischen Euro 45,- und Euro 350,- ! ) sind in der Regel gerechtfertigt, da ein solches Gerät mehrere Jahre im Einsatz sein wird.

Siehe auch

innerhalb von openSUSE

Weblinks

Artikel bei Wikipedia

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