Paketbau/SUSE-Paketkonventionen/RPM-Gruppen
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Inhaltsverzeichnis |
2. RPM Gruppen
Dieses Kapitel enthält eine vollständige Liste der RPM-Gruppen, die in SUSEs Paketen genutzt werden. Die RPM-Gruppen sind sortiert, ein Kommentar findet sich nur, wenn der Gruppenname nicht eindeutig beschreibend ist.
2.1. Amusement
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Die Gruppe Amusements/Toys enthält Dinge, die Nutzer zwar unterhalten, aber keine richtigen Spiele sind.
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2.2. Development
Die Gruppe Development wurde erstellt, um Softwareentwicklern zu helfen. Normale Nutzer sollten so gut wie nie Pakete aus dieser Gruppe manuell auswählen müssen. Die Bibliotheken müssen installiert sein, um Anwendungen ausführen zu können, was aber automatischt über die Paketabhängigkeiten erledigt wird.
Die Gruppe Development/Languages ist für Werkzeuge gedacht, die zur Entwicklung in einer bestimmten Programmiersprache nützlich oder sogar notwendig sind. Dies ist der richtige Ort für Compiler, Interpreter und programmiersprachenabhängige Werkzeuge.
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Die Gruppe Development/Libraries ist für Pakete gedacht, die die Entwicklung mit Bibliotheken erlauben. Sie sind primär nach Programmiersprachen sortiert, jedoch gibt es auch spezielle Gruppen für KDE-, GNOME- und YaST-Bibliotheken. Hier sollten Entwickler alle Bibliotheken finden, die in weiteren Projekten genutzt werden können. Das heißt, dass spezialisierte Bibliotheken für gewöhnlich im Paket der Anwendung enthalten sind, wobei sich diese Pakete dann in der Gruppe Productivity befinden. Andere allgemeine Bibliotheken müssen von den Anwendungen abgetrennt werden. Das -devel-Unterpaket ist dann in der Gruppe Development/Libraries. Das Unterpaket, welches Bibliotheken enthält, die zum Ausführen des Programms nötig sind, befinden sich in der Gruppe System/Libraries. Schlussendlich findet sich ein potentielles -doc-Unterpaket in der Gruppe Documentation. Wenn alle (zur Laufzeit, für die Entwicklung und Dokumentation notwendigen) Dateien in einem Paket enthalten sind, dann muss dieses in Development/Libraries platziert werden, so dass es von Entwicklern gefunden werden kann.
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Die Gruppe Development/Sources ist für Binärpakete gedacht, die den Quellkode enthalten. Sie ist der richtige Ort für Pakete mit Kernel-Quellen und Kernel-Modulquellen.
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Die Gruppe Development/Tools enthält für die Entwicklung nützliche Werkzeuge, die nicht mit einer bestimmten Programmiersprache verbunden sind.
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2.3. Documentation
Die Gruppe Documentation ist für alle Pakete gedacht, deren Dokumentation sich in Extra-Paketen befindet.
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2.4. Hardware
Die Gruppe Hardware enthält Werkzeuge, die eine bestimmte Hardware unterstützen.
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2.5. Metapackages
Die Gruppe Metapackages enthält Pakete, die normalerweise nicht in einer Installationsquelle enden sollten. Sie enthalten Dateien, die auf dem Medium selbst enden sollten, wie README.txt, Lizensdateien, Dokumenation oder DOS-Werkzeuge.
Metapackages
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2.6. Productivity
Die riesige Gruppe Productivity ist für die für die meisten Nutzer wichtigsten Pakete gedacht: die Anwendungen, die verwendet werden, um etwas zu produzieren/zu erstellen. Tatsächlich ist es so, dass die Pakete fast aller anderer Gruppen die Umgebung (System) ausmachen oder eine Funktionalität (Development/Libraries, System/Libraries) bereitstellen, die von einer Anwendung aus der Gruppe Productivity benötigt wird.
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Die Gruppe Productivity/File utilities ist für Werkzeuge für Basisdateioperationen gedacht. Dies sind Pakete wie file und findutils und Dateiverwalter wie mc, nautilus oder ytree.
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Die Gruppe Productivity/Hamradio ist für Linux Ham Radio-Anwendungen (Amateurfunk) und zugehörige Werkzeuge gedacht.
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Die Gruppe Productivity/Networking ist für Pakete gedacht, die verschiedene Netzwerkdienste oder zugehörige Werkzeuge bereitstellen.
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Die Gruppe Productivity/Publishing ist für Pakete gedacht, die zur Veröffentlichung von Informationen genutzt werden. Die Anwendungen aus dieser Gruppe sind normalerweise für erfahrenere Nutzer gedacht, anders als die Pakete der GruppeProductivity/Office.
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Die Gruppe Productivity/Security ist für sicherheitsrelevanten Kram wie Virenscanner, Generatoren für sichere Passwörter, Werkzeuge zur Ver- und Entschlüsselung, Datensignierung und das Setzen von Zugriffsrechten (Paket permission) gedacht.
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2.7. System
Die Pakete in der Gruppe System bilden die Basis des Betriebssystems. Sie sind wichtig für den Systemadministrator und der normale Nutzer muss nicht viel über sie wissen. Sie stellen vor allem eine Umgebung zur Ausführung von Anwendungen aus anderen Gruppen wie Productivity oder Amusement dar.
Die Gruppe System/Base ist für die Basissystemwerkzeuge gedacht. Sie enthält Pakete wie eject, insserv, man, sed, sudo, tar und ulimit.
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Die Gruppe System/Benchmark ist für Pakete gedacht, die Leistungsbewertungen durchführen und für verschiedene Testsammlungen.
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Die Gruppe System/Boot ist für Werkzeuge gedacht, die etwas mit dem Booten des Systems zu tun haben. Sie enthält Pakete mit Boot Loadern, Abbildbauern (image builder), Bott Splash-Themen, Arbeitsspeichertests, usw.
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Die Gruppe System/Console ist für konsolenspezifische Pakete wie fbset, gpm, kbd und vlock gedacht.
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Die Gruppe System/Daemons ist für Basissystemdämonen gedacht. Dies sind Pakete wie at, autofs, nscd, powersave oder syslogd.
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Die Gruppe System/Emulators ist für Emulatoren verschiedener Betriebssysteme gedacht. Hier finden sich Pakete wie dosemu, wine, wmware oder atari800.
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Die Gruppe System/Fhs ist für Pakete gedacht, die die Basisverzeichnisstruktur auf Grundlage des FHS (File Hierarchy System) erstellen. Dies sind Pakete wie filesystem, aaa_base oder devs.
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Die Gruppe System/Filesystems ist für dateisystembezogene Werkzeuge gedacht. Dies sind Pakete wie quota, dosfstools, reiserfs, reaidtools und xfstools.
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Die Gruppe System/GUI enthält Fensterverwalter und dafür gedachte Werkzeuge. Einige Fensterverwalter bringen ihre eigenen Varianten oder Portierungen von Anwendungen mit, allerdings ist diese Gruppe nicht für Anwendungen oder Bibliotheken gedacht. Solche Pakete gehören in Gruppen wie Productivity, Development oder Amusements.
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Die Gruppe System/I18n ist für Pakete gedacht, die spezielle Unterstützung für die chinesischen, japanischen und koreanischen Lokalisierungen bereitstellen.
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Die Gruppe System/Kernel enthält Kernel-Binärdateien und mit dem Kernel zusammenhängende Werkzeuge wie module-init-tools. Die Pakete mit den Kernel-Quellen und Kernel-Modulquellen sind in der Gruppe Development/Sources.
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Die Gruppe System/Libraries ist für Pakete gedacht, die den Teil Bibliotheken bereitstellen, der für das Ausführen von Anwendungen nötig ist. Alle Pakete dieser Gruppe sollten automatisch auf Grund von Abhängigkeiten installiert werden. Weder Nutzer noch Entwickler solten in dieser Gruppe nach Paketen suchen müssen. Das heißt, dass diese Gruppe keine Anwendungen enthalten sollte, da solche Pakete in der Gruppe Productivity sein müssen. Das heißt aber auch, dass die Bibliotheken in dieser Gruppe korrespondierende -devel-Unterpakete in der Gruppe Development/Libraries haben müssen, so dass Entwickler in der Lage sind, die Bibliotheken dort zu finden. Andererseits müssen Einzelpakete, die Lauftzeit- und Entwicklungsteile enthalten in der Gruppe Development/Libraries sein.
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Die Gruppe System/Management ist für verschiedene GUI-, text- oder web-basierte Werkzeuge zur Systemverwaltung gedacht. YaST-Module haben allerdings ihre eigene Gruppe System/YaST.
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Die Gruppe System/Monitoring ist für Werkzeuge gedacht, die das System direkt oder durch die Auswertung von Protokollen überwachen.
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Die Gruppe System/Packages ist für auf die Paketverwaltung ausgelegte Werkzeuge gedacht, wie alien, deb oder rpm.
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Die Gruppe System/Sound Daemons ist für Sound-Daemons gedacht, auch wenn diese für einen bestimmten Zweck entwickelt worden sein können. So gibt es bspw. Sound-Daemons für GNOME (esound) oder WindowMaker ( wsndsrv).
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Die Gruppe System/X11 ist für das grafische Basyssystem gedacht. Fensterverwalter gehören in die Gruppe System/GUI.
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Die System/YaST-Gruppe ist für alle zu YaST gehörenden Pakete gedacht. Besonders die YaST-Module gehören in diese Gruppe.
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