SDB:Drucker einrichten
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Anliegen:
Sie möchten Ihren Drucker einrichten.
Ab SuSE Linux 8.0 gehen Sie gemäß den Supportdatenbank-Artikeln "Drucker einrichten ab SuSE Linux 8.0", "Drucker einrichten ab SuSE Linux 8.1" und "Drucker einrichten ab SuSE Linux 8.2" vor, die Sie mit dem Stichwort "einrichten" finden.
Bei Problemen prüfen Sie, ob die unten genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
Ab SuSE Linux 6.4 gehen Sie gemäß dem Supportdatenbank-Artikel "Drucker einrichten ab SuSE Linux 6.4" vor, den Sie mit dem Stichwort "einrichten" finden - vorausgesetzt, die unten genannten Voraussetzungen sind erfüllt.
Vorgehen:
I) Voraussetzungen:
- Der Drucker wird von SuSE Linux unterstützt.
Informationen, ob der Drucker von Linux unterstützt wird:- Die in der Datei [file:/usr/share/doc/packages/ghostscript/catalog.devices /usr/share/doc/packages/ghostscript/catalog.devices] angegebenen Ghostscript-Treiber entsprechen denen, die in der jeweiligen SuSE Linux Version tatsächlich dabei sind.
- http://www.linuxprinting.org
- http://www.cs.wisc.edu/~ghost/index.htm
- en:HCL/Printers
Wenn Sie einen sog. GDI-Drucker haben (ein Drucker, der keine Standarddruckersprache "spricht"), wird dieser wahrscheinlich nicht von Linux unterstützt bzw. ist nur unter starken Einschränkungen unter Linux verwendbar. Siehe dazu in unserer Supportdatenbank den Artikel SDB:Drucker-Kauf und Kompatibilität.
Zu Ghostscript-Treiber-Informationen aus dem WWW:
Manchmal ist ein Ghostscript-Treiber genannt, der die aktuelle "Aladdin Ghostscript" Version aus dem WWW benötigt. Bei SuSE Linux wird aus lizenzrechtlichen Gründen nur "GNU Ghostscript" (also die davorliegende Ghostscript-Version) mitgeliefert (mit gs -v wird die Version angezeigt). Normalerweise gibt es aber auch einen GNU Ghostscript-Treiber, mit dem der Drucker funktioniert.
Der Drucker ist direkt an der normalen (ersten) parallelen Schnittstelle angeschlossen.
Informationen dazu finden Sie auch in den mitgelieferten Handbüchern.
Wenn der Drucker nicht direkt an der normalen (ersten) parallelen Schnittstelle angeschlossen ist, schließen Sie bei Problemen wenigstens zu einer testweisen Konfiguration den Drucker direkt an der ersten parallelen Schnittstelle an.
Im BIOS Ihres Rechners sollten für die erste parallele Schnittstelle folgende Standardwerte eingestellt sein:
- IO-Adresse 378 (hexadezimal)
- Interrupt 7
- Modus Normal oder SPP oder Output-Only (andere Modi funktionieren nicht immer)
- DMA ist abgeschaltet (sollte bei obigen Modi automatisch abgeschaltet sein)
- Sie verwenden einen SuSE Originalkernel von den CDs der von Ihnen benutzten SuSE Linux Version - also insbesondere keinen selbstcompilierten Kernel.
(Wenn Sie SuSE Linux standardmäßig neu installiert haben, ist es in Ordnung.)
Wenn nicht, installieren Sie einen SuSE Originalkernel von den CDs.
- Testen Sie, ob Ihr Drucker überhaupt ansprechbar ist, indem Sie als Benutzer
rootfolgendes Kommando eingeben:
echo -en "\rHallo\r\f" >/dev/lp0 Vorausgesetzt, der Drucker ist an der ersten parallelen Schnittstelle/dev/lp0angeschlossen, sollte ein Blatt mit dem WortHalloausgedruckt werden.
Voraussetzung ist, daß der Drucker ASCII-Text (hier das WortHalloumgeben von dem ASCII-Zeichen\rfür Wagenrücklauf und gefolgt von dem ASCII-Zeichen\fdas einen Seitenvorschub auslöst) drucken kann.
Kann der Drucker keinen ASCII-Text drucken, handelt es sich meist um einen sog. GDI-Drucker, aber es gibt auch Modelle, die keinen ASCII-Text drucken können und trotzdem unter Linux verwendbar sind.
In letzterem Fall sollte wenigstens Hersteller und Modell des Druckers in der Aussgabe des folgenden Kommandos erscheinen: cat /proc/parport/0/autoprobe bzw. ab SuSE Linux 7.2 cat /proc/sys/dev/parport/parport0/autoprobe Solange hier weder Hersteller noch Modell angezeigt werden, hat die weitere Konfiguration normalerweise keinen Sinn.
Zuerst muß der Drucker über die parallele Schnittstelle ansprechbar sein.
- Sie haben wenigstens die Pakete des "SuSE default Systems" mit YaST installiert bzw. bei der Installation mit YaST2 haben Sie mindestens das "Standard-System" gewählt.
(Wenn Sie bei der Installlation keines der per Default vorselektierten Pakete wieder deselektiert haben, ist es in Ordnung.)
Wenn nicht, installieren Sie wenigstens das "SuSE default system" (das "SuSE Minimal System" ist zu wenig zum normalen Drucken).
- Wenn Sie schon erfolglose Konfigurationsversuche unternommen haben, ist es sinnvoll zunächst die Datei
/etc/printcapwegzubewegen, indem Sie alsrootfolgenden Befehl eingebenmv /etc/printcap /etc/printcap.save
und erst dann einen neuen Konfigurationsversuch zu machen.
(Mitrm /etc/printcapkönnen Sie die Datei ganz löschen.)
Wenn Sie Ihr SuSE Linux nicht neu installiert haben, sondern ein Update von einer älteren SuSE Linux-Version gemacht haben, können Inkonsistenzen in den Paketen und (Konfigurations)-Dateien des Drucksystems vorliegen. Es ist dann sinnvoll das Drucksystem komplett neu einzurichten.
II) Bestimmung eines geeigneten Ghostscript-Treibers:
Bei den unter Punkt 1. der obigen Voraussetzungen genannten Quellen sind auch Ghostscript-Treiber zu den einzelnen Druckermodellen angegeben.
In der Datei/usr/share/doc/packages/ghostscript/catalog.devices
(seit SuSE Linux 7.0/usr/share/doc/packages/ghostscript/catalog.devices)
finden Sie eine Liste der Ghostscript-Treiber und eine Auswahl der unterstützten Drucker.
Diese Datei können Sie sich z.B. mit folgendem Kommando anzeigen lassen:less /usr/share/doc/packages/ghostscript/catalog.devices
(seit SuSE Linux 7.0less /usr/share/doc/packages/ghostscript/catalog.devices)
(Pfeiltasten zum scrollen und Taste [q] zum beenden)
Wenn Sie Ihren Drucker nicht finden, nehmen Sie einen Ghostscript-Treiber für ein kompatibles Druckermodell. Sehen Sie dazu in der Dokumentation zu Ihrem Drucker nach oder fragen Sie direkt den Hersteller des Druckers. (Vergl. den Supportdatenbank-Artikel SDB:Drucker-Kauf und Kompatibilität)
Es gibt eine besondere Art von "Ghostscript-Treibern", nämlich diejenigen, welche die Endung .upp haben. Es handelt sich hierbei nicht um normale Ghostscript-Treiber, sondern um Parameterdateien für den uniprint-Ghostscript-Treiber.
Ab SuSE Linux 6.4 können Sie bei der Konfiguration als Papiergröße a4dj wählen, was bei vielen Tintenstrahldruckern nötig ist. (Vergl. den Supportdatenbank-Artikel SDB:Drucken: Seitengröße für Ausdruck von ASCII-Dateien einstellen)
Wenn Sie einen Postscript-Drucker haben, brauchen Sie keinen speziellen Ghostscript-Treiber.
Bis SuSE Linux 7.3:
III) Konfiguration mit SETUP (bzw. lprsetup)
- Melden Sie sich als Benutzer root auf einer Textkonsole an.
Falls Sie ein graphisches Login verwenden, wechseln Sie vorher mit [Strg]+[Alt]+[F2] auf eine Textkonsole. (Mit [Alt]+[F7] kommen Sie zurück zur graphischen Oberfläche.) - Geben Sie ein entweder:
/var/lib/apsfilter/SETUP
oderlprsetup - Drücken Sie die ENTER-Taste, damit Sie das Menü APSFILTER SETUP erhalten.
- Wählen Sie nacheinander ENTRY , DEVICE und PARALLEL
- Geben Sie
/dev/lp0ein (sofern es nicht schon dasteht) und wählen Sie dann OK - Wählen Sie PRINTER
- Wählen Sie aus POSTSCRIPT , HEWLETT-PACKARD , OTHER oder FREEDEF den passenden Eintrag aus
- Wählen Sie COMMIT
- Scrollen Sie in der folgenden Liste, bis Sie den passenden Ghostscript-Treiber oder die passende Parameterdatei (kenntlich an der Endung .upp) gefunden haben und wählen Sie dann OK
- Geben Sie die Auflösung an. Belassen Sie die Voreinstellung nur dann, wenn Sie die korrekte Auflösung nicht wissen. Im Notfall probieren Sie die Auflösungen 300 und 360. Insbesondere bei Verwendung einer .upp-Parameterdatei muß die Auflösung hier mit der in der Parameterdatei übereinstimmen. Wählen Sie dann OK
- Wählen Sie nacheinander RETURN und PAPER
- Scrollen Sie in der folgenden Liste, bis Sie die passende Papiergröße gefunden haben (normalerweise a4dj) und wählen Sie dann OK
- Wählen Sie COLOR
- Wählen Sie MONO oder COLOR und wählen Sie dann OK
- Wenn Sie SuSE Linux 6.4 oder 7.0 verwenden und die Standardwarteschlangen (ascii, lp, ...) schon eingerichtet haben können Sie bei der Konfiguration zusätzlicher Warteschlangen unter SPECIAL und NAME einen eigenen Warteschlangennamen eintragen.
- Wählen Sie ADD
Sie erhalten eine Ausgabe, welche Druckerwarteschlangen bei der Apsfilter-Konfiguration auf Ihrem System angelegt wurden.
Wenn Sie COLOR gewählt haben etwa:
ascii ... a4dj ascii mono
lp ... a4dj auto color
lp-mono ... a4dj auto mono
raw ... a4dj raw
oder wenn Sie MONO gewählt haben etwa:
ascii ... a4dj ascii mono
lp ... a4dj auto mono
raw ... a4dj raw
Notieren Sie sich analog zu dieser Ausgabe, welche Druckerwarteschlangen angelegt wurden. Hier ascii, lp, (lp-mono) und raw. Wählen Sie dann OK
- Drücken Sie die ENTER-Taste, damit es weitergeht
- Wählen Sie nacheinander RETURN und EXIT
IV) Test des Druckers:
- Sie sollten nun mit den Befehlen
lpr Dateiname
bzw.lpr -Plp Dateiname
drucken können.
Testen Sie es z.B. mitlpr /etc/fstab
bzw.lpr -Plp /etc/fstab
Sofern der gewählte Ghostscript-Treiber Farbdruck ermöglicht, können Sie dies mit lpr /usr/share/doc/packages/ghostscript/examples/colorcir.ps
testen und die Farb-Ellipse ausdrucken.
Sonderfälle:
Bei lpr Dateiname bzw. lpr -Plp Dateiname wird der Typ der Datei (z.B. ASCII oder PostScript) automatisch bestimmt.
Soll der Dateityp ASCII erzwungen werden, so ist mitlpr -Pascii Dateiname
zu drucken (z.B. um PostScript-Quelltext als solchen zu drucken, da dieser sonst als PostScript-Datei interpretiert würde).
Für Dateien, die schon im Drucker-spezifischen Format vorliegen, solltelpr -Praw Dateiname
verwendet werden (z.B. wenn unter Windows in eine Datei gedruckt wurde und diese Datei dann unter Linux gedruckt werden soll). Normalerweise liefert die raw-Warteschlange aber keine korrekte Druckausgabe, da die Datei "roh" an den Drucker geschickt wird und nicht in das Drucker-spezifische Format konvertiert wird.
V) Falls Ihr Drucker nicht druckt:
Unter den oben gegebenen Voraussetzungen sollte der Drucker nun funktionieren. Weitere Informationen finden Sie in den mitgelieferten Handbüchern.
VI) Probleme mit dem Ausdruck aus diversen Programmen:
Informationen finden Sie in den mitgelieferten Handbüchern oder auch in den Supportdatenbank-Artikeln
SDB:Drucker einrichten ab SuSE Linux 8.2
SDB:Drucker einrichten ab SuSE Linux 8.1
SDB:Laserdrucker druckt nicht/falsch
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