SDB:Erstellen von Boot- und Modules-Disketten

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Version: 8.0

Inhaltsverzeichnis

Anliegen

Sie möchten SUSE LINUX 8.0 oder höher installieren, können aber nicht von CD/DVD booten. Da SUSE LINUX ab Version 8.0 keine Boot- und Moduldisketten beiliegen, ist es erforferlich diese bei Bedarf manuell zu erstellen.

Vorgehen

Die benötigten Images finden Sie im folgenden Verzeichnis des ersten Installationsmediums (CD oder DVD) von SUSE LINUX:

Version Verzeichnis
8.0 disks
8.1-9.1 boot

Sie finden in dem genannten Verzeichnis verschiedene Imagedateien. Über dessen Inhalt erhalten Sie weitere Informationen in den begleitenden Textdateien im selben Verzeichnis. Beachten Sie auch die Informationen in der Textdateidatei LIESMICH bzw. LIESMICH.DOS.

Je nach verwendeter SUSE LINUX Version sollten Sie auf jeden Fall die folgenden Disketten erstellen:

Version Images
8.0 bootdisk
modules1
8.1-9.0 bootdisk
modules1
modules4
9.1 bootdsk1
bootdsk2
bootdsk3

Auf den diesen genannten Modules-Disketten befinden sich relevante Module, z.B. für das Dateisystem: 'reiserfs'.

Erstellen von Boot- und Modules-Disketten unter Linux

Booten Sie in das Rettungssystem oder loggen Sie sich auf einem Linux-System als root ein. Öffnen Sie eine Konsole (Alt+F2 unter KDE drücken, xterm eingeben und ausführen) und führen Sie die folgenden Schritte aus, um Bootdisketten zu erstellen:

  • Mounten Sie die erste CD (Disk 1):
mount /media/cdrom
  • Unter der 8.1/8.2/9.0 erstellen Sie die Bootdiskette mittels
dd if=/media/cdrom/boot/bootdisk of=/dev/fd0 bs=8k
  • Unter der 8.0 erstellen Sie die Bootdiskette mittels
dd if=/media/cdrom/disks/bootdisk of=/dev/fd0 bs=8k

Sollten Sie ein anderes Diskettenimage benötigen, verwenden Sie dieses anstelle von bootdisk. Zum Erstellen der Modules-Diskette(n) gehen Sie ebenso vor, nur das Image heißt dann nicht bootdisk, sondern modulesx, wobei das x für 1,2,3 oder 4 steht.

Erstellen von Boot- und Modules-Disketten unter DOS/Windows

Falls Sie unter Windows 95, 98, ME, NT, 2000, XP arbeiten, finden Sie im Verzeichnis /dosutils/rawwritewin/ auf der ersten CD/DVD die rawwritewin.exe mit der sich ein Image auf eine Diskette kopieren lässt.

Legen Sie dazu eine Diskette in Ihr Laufwerk und starten Sie die rawwritewin.exe. Geben Sie als Quellmedium das Verzeichnis an, aus dem die Datei gelesen werden soll, z.B: D:\boot\bootdisk

Achten Sie darauf das Sie "alle Dateien" im Auswahldialogfenster einstellen da sonst die entsprechenden Dateien im Verzeichnis D:\boot\nicht erscheinen.

Wenn Ihr CD-ROM-Laufwerk nicht den Laufwerksbuchstaben D: verwendet, ändern Sie dies bitte entsprechend ab. Möchten Sie das bootdisk Image von einer SuSE 8.0 CD erstellen, ändern Sie den Pfad auf z.B.: D:\disks\bootdisk Bestätigen Sie dann mit Enter. Anschliessend geben Sie das Diskettenlaufwerk als Schreibmedium an. Das Image wird dann auf die Floppy geschrieben. Gleiches Vorgehen auch hier für die Modules-Diskette(n)
Natürlich können Sie dies auch weiterhin unter DOS mit rawrite.exe erledigen. Das Vorgehen ist soweit identisch. Beachten Sie aber dass Sie den Rechner dazu mit CD-ROM-Unterstützung starten müssen.

Hinweise

Version Besonderheiten
SUSE LINUX 8.2

Das Image der Moduldiskette 2 ist im Auslieferungszustand defekt. Bitte lesen Sie dazu den Artikel SDB:Modules Diskette 2 beschädigt .

SUSE LINUX 9.1 Bitte stellen Sie sicher das während der Verwendung des Befehls "dd" das Diskettenlaufwerk (/dev/fd0) nicht mittels subfs gemountet ist. Nötigenfalls umounten Sie das Laufwerk mit dem Befehl "umount /dev/fd0" als Administrator.
SUSE LINUX 9.1
Personal

Ab SUSE LINUX 9.1 beinhaltet die Personal Ausgabe keine Bootimages zur Erstellung von Bootdisketten. Sie können jedoch die Images der Professional Ausgabe der gleichen Distributionsversion verwenden. Diese können Sie sich von unserer FTP-Version herunterladen. Vgl. hierzu auch ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/9.1/.