SDB:Fehler in /etc/cryptotab bei einem Update auf SUSE 9.2
aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank
Version: 9.2
Symptom
Bei einem Update auf SUSE Linux 9.2 funktioniert das Mounten von verschlüsselten Partitionen nicht mehr. Nachdem Sie während des Bootprozesses das Passwort eingegeben haben, bleibt der Rechner stehen.
Ursache
In der Datei /etc/cryptotab wurde durch einen Fehler in YaST das Device nicht eingetragen. In der zweiten Spalte der Datei sollte eigentlich die Device-Bezeichnung für die verschlüsselte Partition stehen (zum Beispiel "/dev/hda5"). Wenn Sie keine ganze Partition verschlüsselt haben, sondern lediglich eine Containerdatei, steht hier der Pfad zu dieser Datei. Dieser Wert (Device- bzw. Dateiname) wurde beim Update fälschlicherweise ersetzt, indem der erste Wert verdoppelt wurde:
/dev/loop0 /dev/loop0 /data reiserfs twofish noatime
Lösung
Damit das Linux-System zunächst vollständig startet, drücken Sie, wenn Sie nach dem Passwort für "/dev/loop0" gefragt werden, einfach ENTER. Der Bootvorgang sollte nun fortgesetzt werden.
Editieren Sie die Datei mit einem Editor Ihrer Wahl und korrigieren Sie die Datei. Öffen Sie dazu eine Shell (zum Beispiel ein xterm oder konsole) und loggen Sie sich als root ein, indem Sie den Befehl "su -" in die Shell eingeben.
Öffnen Sie mit einem Text-Editor Ihrer Wahl die Datei /etc/cryptotab. Ersetzen Sie den Wert in der zweiten Spalte durch den Device-Namen Ihrer Cryptopartition bzw. Ihrer Cryptodatei. In unserem Beispiel:
/dev/loop0 /dev/hda5 /data reiserfs twofish noatime
Speichern Sie die Datei. Um das Cryptodateisystem einzuhängen, geben Sie bitte den folgenden Befehl ein:
/etc/init.d/boot.crypto start
Nach Eingabe des Passwortes sollte der Zugriff auf die verschlüsselten Daten wieder möglich sein.
SDB:Verwenden des Kryptofilesystems
SDB:Kryptofilesystem reparieren
Keywords: cryptotab | yast2-storage | verschluesselung | verschlüsselung | security

