SDB:IPv6 dauerhaft ausschalten
aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank
Situation
IPv6 ist momentan noch nicht weitverbreitet, und kann daher ausgeschaltet werden, da es IPv4 TCP/IP Verbindungen erheblich verlangsamt. Die dazu notwenige Prozedur ist einfach durchzuführen und kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden.
Prozedur
Um IPv6 dauerhaft auszuschalten, bearbeiten sie die Datei /etc/modprobe.conf wie folgt:
Suchen sie den Eintrag alias sit0 ipv6 und setzen Sie ein Rautezeichen (#) an den Anfang der Zeile.
Fügen Sie die folgende Zeile darunter hinzu: alias sit0 off Das Ergebnis sollte so aussehen:
[...] #alias sit0 ipv6 alias sit0 off [...]
Danach suchen Sie folgenden Eintrag alias net-pf-10 ipv6 und machen daselbe:
- Bearbeiten Sie die Originalzeile
- fügen Sie "alias net-pf-10 off" darunter hinzu.
Die Konfiguration sollte nun folgendermaßen aussehen:
[...] #alias net-pf-10 ipv6 alias net-pf-10 off [...]
Gehen Sie jetzt in das Verzeichnis /etc/modprobe.d und bearbeiten Sie die Blacklist Datei. Fügen Sie die folgende Zeile hinzu und speichern Sie die Änderungen.
[...] blacklist ipv6 [...]
Eventuell muss noch die Datei /etc/postfix/main.cf editiert werden, da sie Serveradressen in ipv6 nomenklatur enthält. Dies kann auch von Suseconfig erledigt werden: als root >SuSEconfig --module postfix
In /etc/postfix/main.cf folgende Änderung durchführen:
[...] inet_protocols = ipv4 [...]
und dann mit postfix check prüfen ob alles OK ist. rcpostfix restart startet den Dienst neu.
Sollte die Prüfung folgendes ausgeben:„host not found: ::1“ dann den nachfolgenden Eintrag in der main.cf editieren.
#inet_interfaces = 127.0.0.1 ::1 inet_interfaces = 127.0.0.1
Beim Neustart des Systems sollte der IPv6 Support nicht mehr gestartet werden.
Links
Wenn Sie IPv6 allerdings nicht dauerhaft ausschalten wollen und ihren Internetzugang hauptsächlich für das Surfen verwenden, dann können sie auch den folgenden Artikel verwenden.
http://en.opensuse.org/Disable_IPv6_for_Firefox
Keywords: ipv6 slow internet connection

