SDB:Kernel Panic nach Benutzen der Bootloaderkonfiguration
aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank
Version: 8.1
Symptom
Nach einem Benutzen des Menü-Punktes "Ursprüngliche Konfiguration wiederherstellen" in der YaST2 Bootloader-Konfiguration bleibt beim nächsten Rechner-Start der Bootvorgang mit einem Kernel Panic stehen.
Ursache
Ein Bug im Paket yast2-bootloader, durch den alle Module aus der INITRD herausgenommen werden. Durch das Fehlen der INITRD-Module (z. B. des Moduls 'reiserfs' oder von SCSI-Modulen) kann das Root-Dateisystem ("/") nicht mehr eingehangen werden.
Lösung
Booten Sie zunächst mit Hilfe der CD/DVD in das installierte System. Öffnen Sie nun in einer root-Shell mit einem Texteditor Ihrer Wahl die Datei /etc/sysconfig/kernel. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Drücken Sie unter KDE die Tastenkombination ALT+F2.
- Geben Sie in das erscheinende Eingabefeld "xterm" ein.
- Klicken Sie auf "Ausführen".
- Geben Sie in dem nun erscheinenden Fenster den Befehl "su -" ein.
- Sie werden nach dem Root-Passwort gefragt - bitte geben Sie es ein.
Um die Datei zu öffnen, geben Sie nun den Aufruf
pico -w /etc/sysconfig/kernel
ein. In die Variable INITRD_MODULES tragen Sie das Modul ein, welches für den Zugriff auf das Dateisystem der Root-Partition benötigt wird. Bei einer Standard-Installation wäre dies das Modul reiserfs.
Falls die Festplatte, auf dem die Linux Boot-Partition liegt, an einem SCSI- oder RAID-Controller angeschlossen ist, muss zusätzlich das Modul für dieses Gerät eingetragen werden. Das benötigte Modul zeigt Ihnen der Aufruf
hwinfo --storage-ctrl
Falls ein IDE-Brenner im System vorhanden ist, ist ebenfalls das Modul ide-scsi einzufügen. Die entsprechende Zeile kann (bei einem SCSI-System) folgendes Aussehen haben:
INITRD_MODULES="reiserfs aic7xxx ide-scsi"
Speichern Sie die Datei (im pico mit der Tastenkombination STRG-O) und schliessen Sie den Editor (STRG-X). Rufen Sie danach das Script
mkinitrd
auf, damit die Module in die INITRD eingebunden werden. Das Bootproblem sollte damit behoben sein.
Es ist ein aktualisiertes yast2-bootloader-Paket verfügbar, welches den Fehler im Bootloaderkonfigurations-Dialog behebt. Dieses können Sie entweder per YOU einspielen oder direkt vom ftp-Server ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/suse/ftp.suse.com/suse/i386/update/8.1/rpm/i586 herunterladen und einem Shell-Aufruf ähnlich dem folgenden installieren (hierbei bitte den Pfad und die Versionsnummer anpassen):
rpm -Uhv /tmp/yast2-bootloader-2.6.68-1.i586.rpm
SDB:Booten mit der initial ramdisk
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