SDB:SUSE LINUX auf IBM Laptops von pro-com

aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank


Version: 9.0 - 9.1

SUSE LINUX auf IBM Laptops von pro-com.

Die Firma pro-com bietet IBM Laptops mit SUSE Linux an, dieser Artikel soll besondere Installations- und Konfigurationshinweise beschreiben.

Sie finden weitere Hinweise zur Konfiguration auch bei pro-com . Für beide Installationsarten gilt: Sie sollten gleich nach der Installation ein YaST Online Update (YOU) durchführen, da dadurch neuere Treiber geladen (besonders 9.0) oder Fehler behoben werden.

Installation mit Restore CD:

Restore CD einlegen, davon booten (mit F12 oder im BIOS die Bootreihenfolge umstellen) und ca. 30 Minuten warten. Fertig. :-) Es besteht die Möglichkeit, vorher die Partitionsgröße von Windows zu bestimmen, und eine vfat Austauschpartitionen anzulegen. Zusätzlich wird eine Campus Version von SuSE Linux 9.0/9.1 beiglegt. Wer also komplett nach seinen Vorstellungen installieren möchte, kann das damit machen.

Installation mit SuSE 9.0/9.1 CDs/DVD:

Es sollte von der DVD installiert werden, das erspart das CD wechseln.

Zuerst sollte der Bildschirmmodus mit F2 auf 1400x1050 gestellt werden, wenn ihr Modell dies unterstützt. Da die Laptops noch APM unterstützen, sollte der dritte Punkt "Installation without ACPI" gewählt werden.

Die Laptops laufen auch mit ACPI, doch dann muss man mit derzeitgen Kerneln auf einige Stromsparmodi verzichten. APM ist also hier erste Wahl.

Es gibt kleinere Sachen, die man bei der Installation mit YaST beachten sollte. Die IBM Thinkpads haben eine versteckte Recovery Partition, die von YaST leider nicht erkannt wird. Als Installationsvorschlag wird deshalb diese Partition als freier Platz erkannt, wohin sich SuSE Linux auch prompt installieren möchte. Wer die Möglichkeit der Windowsrecovery nicht braucht, kann diese Partition auch löschen und den nächsten Absatz Überspringen.


Installation mit IBM Servicepartition:

Zuerst sollte man sich deshalb das Ende der Windows Partition notieren. Dazu geht man auf Partitionierung, und auf "Installation nach neuen Vorgaben machen" und wählt dann schliesslich unten die komplette Platte aus. Im nächsten Bild ist der Endzylinder der Partition zu erkennen, diesen aufschreiben. Nun kann die Windows Partition verrändet(verkleinert) oder gelöscht werden. Jetzt sollten neue Partitionen für SuSE Linux angelegt werden, z.B. 512MB für swap und 10GB für das Rootfilesystem. Es muss darauf geachtet werden das die letzte Partition nicht über die vorher notierte Zylinderzahl kommt.

Nach ändern der Partitionierung kann die Installation gestartet werden. Nach der Installation root und Benutzer anlegen. Weitere Hardware können Sie auch später konfigurieren, also weiter.

Beim Internet-Test können dann YaST Online Updates eingespielt werden, wer es eilig hat, überspringt den Test.

Im nächsten Bild wird die restliche Hardware konfigueriert, auch hier einfach "weiter" drücken.

Nach der Installation kann die Hardware einrichtet werden:

Irda: Das Irda-Paket wurde installiert und nicht gestartet. Wenn es nicht installiert wurde, sollte überprüft werden, ob IRDA im BIOS eingeschaltet ist. Wer es benutzen möchte, muss als root rcirda start eingeben. Es ist sinnvoll, dies bei Bedarf zu machen, um Strom zu sparen. Wer IRDA ständig anhaben möchte kann, dies mit insserv irda machen.

Besonderheit 9.1: in der Datei /etc/modprobe.conf muss eine Zeile geändert werden:

 # IrDA
 alias tty-ldisc-11        irtty

 in

 # IrDA
 alias tty-ldisc-11        irtty-sir
 

Bluetooth (wenn unterstützt): Die Hilfsprogramme für Bluetooth werden nicht per default installiert. Wer es benötigt, sollte die Pakete mit YaST nachinstallieren. Einfach bei der Paketauswahl nach blue suchen und die Pakete anwählen. Bluetooth wird über USB angesteuert, vorher sollte es aktiviert werden, dazu Fn+F5 drücken, dann sollte die Leuchte unter dem Display aufleuchten. Mit hcitool scan kann man nach anderen Bluetooth Geräten suchen.

Wlan: Wlan kann einfach mit YaST konfiguriert werden. Derzeit wird nur der Managed Mode unterstützt, d.h. eine Vebindung mit einen Accesspoint. Je nach verwendeter Version der WLAN Karte (in neueren Modellen IBM a/b/g) ist ein Kernel Udpate unter 9.0 nötig. 9.1 liefert die nötigen Treiber mit.

Ethernet: Eingebaut ist ein Intel Gigabit Netzwerkchip (z.B. T40p) oder Intel e100, der mit YaST konfiguriert werden kann (ohne Konfiguration wird automatische Adressvergabe über DHCP eingerichtet). Das verwendete Modul ist e1000, bzw. e100, dies wird automatisch ausgewählt.

Sound: Wird während der Installation eingerichtet, verwendetes modul ist snd-intel8x. Die Lautstärke läßt sich über die Tasten unterhalb des Displays einstellen.

DVD/CD-R Combo: Wurde während der Installation als Brenner erkannt und über die SCSI Emulation (nur 9.0) eingebunden. UDMA wird nicht automatisch aktiviert, das sollte unter YaST/Hardware/IDE DMA-Modus nachgeholt werden. Brennen funktioniert mit den mitgelieferten Programmen problemlos. DVDs lassen sich mit k3b brennen (nur Modelle mit DVD Brenner)

Modem: Das Modem funktioniert mit gepatcheten smartlink Treibern. Unter SUSE LINUX 9.0 führen Sie ein Kernelupdate durch, 9.1 hat bereits die richtigen Treiber.

Nur 9.0: Installieren Sie mit YaST das Paket smartlink-softmodem, danach sollte smartlink-softmodem-config aufgerufen werden. Es muss nichts konfiguriert werden, einfach alle Eingaben mit Return bestätigen. Danach läst sich das Modem mit YaST2 konfigurieren, das verwendete Device ist /dev/ttySL0. Zum schnellen Testen empfiehlt sich Screen, screen /dev/ttySL0 und dort dann ATZ eingeben. Es sollte, wenn alles funktioniert, ein "OK" zurckkommen

9.1: Beim Konfigureren wird das verwendete Device automatisch eingetragen.

X11: Wird während der Installation eingerichtet. Wer nicht 1400x1050 (je nach verwendeteten Modell) bei der Installation eingestellt hat sollte das nachholen, damit das LCD nicht interpolieren muss. 3D wird per default nicht eingeschaltet. Wer es möchte/braucht, kann das mit sax2 machen. Neuere Modelle mit FireGL TX2 Karte benötigen für 3D den externen ATI Treiber. Fertige SUSE Pakete finden Sie unter: ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/supplementary/X/ATI/ . Zur Installation/Konfiguration beachten Sie bitte die Datei readme.

Über Fn+F7 kann der Monitorausgang aktiviert werden.

Touchpad & Trackpoint: Im BIOS sind beide per default eingeschaltet und funktionieren. Die mittlere Taste funktioniert nur, wenn das Tochpad ausgeschaltet ist (9.0). Wer nur mit Trackpoint arbeitet, kann das Touchpad im BIOS abschalten.

Tastatur (nur 9.0): Funktioniert, auch die meisten Funktionstasten. Neben den Cursortasten befinden sich zwei Tasten, dessen Funktion evtl. auf Bild auf/ab gelegt werden sollte. Neben diesen Tasten Funktioniert nicht: Fn+F12 (suspend to disk siehe apm). Um die Nummernblock-Emulation einzuschalten muss folgende Zeile an die Datei /etc/X11/Xmodmap angefügt werden:

keycode 77 = Num_Lock

Am einfachsten geht dies mit (als root ausführen):

echo "keycode 77 = Num_Lock" >> /etc/X11/Xmodmap

Danach sollte X neugestartet werden (z.B. STRG-ALT-Backspace). Eingeschaltet wird der „Nummernblock“ mit Shift-Rollen (Taste über F11).

Tasten neben Cursor auf mit Seite rauf/runter belegen:

echo "keycode 234 = Prior" >> /etc/X11/Xmodmap
echo "keycode 233 = Next" >> /etc/X11/Xmodmap

USB (nur 9.0): Die Laptops unterstützen USB 2.0; externe Laufwerke bekommen nach Einstecken ein Icon auf den Desktop (KDE). Leider funktioniert nach APM Suspend USB 2.0 nicht mehr. Laufwerke sollten deshalb vor dem Zuklappen des Notebooks bzw. bevor in den Suspendmodus geschaltet wird, wieder aus dem Filesystem entbunden werden (z.b. umount oder klick mit rechter Maustaste auf das Laufwerkssymbol und dort "Laufwerks Einbindung lösen" wählen. Als Hotfix muss das Modul ehci-hcd entladen und hotplug neu gestartet werden.

rmmod ehci-hcd
rchotplug restart

Wer keine USB 2.0 Geräte hat braucht das Modul nicht zu laden. Dazu muss folgende Zeile in /etc/sysconfig/hotplug editiert werden:

HOTPLUG_USB_HOSTCONTROLLER_LIST="ehci-hcd ohci-hcd uhci-hcd usb-uhci uhci usb-ohci ehci-hcd"

Die veäderte Zeile sollte so aussehen:

HOTPLUG_USB_HOSTCONTROLLER_LIST="ehci-hcd ohci-hcd uhci-hcd usb-uhci uhci usb-ohci"

Alternativ kann das auch wieder mit YaST2 gemacht werden (siehe cpufreq). Unter 9.1 gibt es diese Probleme nicht mehr, externe Speichermedien finden Sie unter den Arbeitplatz Icon in KDE, bzw. /media/

APM: Funktioniert, getestet wurde standby und suspend. Rechner wacht wieder auf, fast ohne Probleme (siehe USB). Batterieanzeige in KDE funktioniert. Der Deckelschalter funktioniert, der Rechner macht dann suspend. Über Fn+F4 kann der Rechner in den Suspendmodus geschickt werden. Aufgeweckt wird er durch nochmaliges drücken dieser kombination.

Cpufreq: Die CPU sowie der Chipsatz unterstützen das dynamische Anpassen der Taktfrequenz. Dies ist per default eingeschaltet. Im Batteriebetrieb fährt der Prozessor nur mit der niedriegsten Frequenz, um Strom zu sparen. Bei Bedarf lässt sich das ändern, dazu muss in der Datei /etc/sysconfig/powermanagement

CPUFREQD_SAVE_BATTERY_POWER=yes

auf „no“ gesetzt werden. Danach den Dienst mit rccpufreqd restart neu starten. Alternativ kann dies auch über YaST2 gemacht werden, unter „System“ den „Editor für /etc/sysconfig Dateien“ aufrufen und nach cpufreq suchen. Den Wert CPUFREQD_SAVE_BATTERY_POWER anwählen und „Gehe zu“ klicken. Hier kann man den Wert auf „no“ setzen. Unter 9.1 wird powersave eingesetzt, was eine weitere Konfiguration der Hardware zum Stromsparen zulässt.