SDB:Scanner einrichten ab SUSE LINUX 9.3
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Anliegen
Sie möchten Ihren Scanner einrichten.
Grundlegende Informationen finden Sie in den Handbüchern zu SUSE LINUX 9.3.
Ausführliche Informationen finden sich im Artikel SDB:Scanner einrichten ab SUSE LINUX 9.2
Im folgenden finden Sie hauptsächlich Informationen zu Unterschieden und Besonderheiten im Vergleich zu früheren SUSE LINUX Versionen.
Änderungen bei den SANE Paketen
- Das "sane" Paket wurde entsprechend der zwei Teile des SANE-Projekts aufgeteilt in zwei Pakete:
- "sane" (benötigt nun keine GTK Bibliotheken mehr)
- Backends (die eigentlichen Hardware-Treiber)
- scanimage (Kommandozeilen-Frontend)
- saned (Daemon, um Scanner im Netzwerk verfügbar zu machen) Das Paket "sane" hat nun auch die RPM-Capability "sane-backends", so dass nun auch externe RPMs, die "sane-backends" benötigen, ohne RPM-Fehlermeldung installiert werden können.
- "sane-frontends" (benötigt GTK)
- xscanimage (graphisches Scanner Frontend)
- xcam (graphisches Kamera Frontend)
- scanadf (Kommandozeilen-Tool für "Automatic Document Feeder")
- "sane" (benötigt nun keine GTK Bibliotheken mehr)
- Damit das Scannen direkt aus GIMP funktioniert muss sane-frontends oder xsane (oder beide) installiert sein. Beide Pakete enthalten die passenden Links im GIMP-Plugin Verzeichnis:
/opt/gnome/lib/gimp/2.0/plug-ins/xscanimage -> /usr/X11R6/bin/xscanimage /opt/gnome/lib/gimp/2.0/plug-ins/xsane -> /usr/X11R6/bin/xsane Vergl. "man xscanimage" und "man xsane". Bei einer Standardinstallation mit KDE ist keines von beiden installiert, da bei KDE standardmäßig kooka (Paket kdegraphics3-scan) verwendet wird.
Änderungen bei Scannertreibern
- HP entwickelt eine neue freie Drucker- und Scannersoftware "HPLIP":
HP hat den Druckertreiber HPIJS mit dem neuen HP Scanner-Treiber "hpaio", der für HP all-in-one Geräte gedacht ist, in der neuen HPLIP Software (HP Linux Imaging and Printing) zusammengefasst. Dementsprechend gibt es die neuen Pakete "hplip" und "hplip-hpijs". Vergl.: SDB:Drucker einrichten ab SUSE LINUX 9.3 Das Paket "hplip" enthält unter anderem:
- Das SANE Backend (Scanner-Treiber) "hpaio".
- Den Dienst "hplip" und dessen Dienstprogramme "hpiod" und "hpssd", die vom SANE Backend "hpaio" benötigt werden.
Der bisherige HP Scanner-Treiber "hpoj" für HP all-in-one Geräte ist weiterhin verfügbar. Dieser Treiber benötigt den "ptal" Dienst, siehe den Artikel SDB:HP OfficeJet ("all-in-one" Gerät) einrichten Die Dienste ptal und hplip schließen sich gegenseitig aus, denn ptal belegt das Gerät exklusiv für sich, so dass hplip keinen Zugriff mehr hat. Andererseits unterstützt derzeit HPLIP noch keine Geräte am Parallelport. Hat man also mindestens ein HP all-in-one Gerät, was nicht via USB angeschlossen werden kann, so muss für alle HP all-in-one Geräte der Scanner-Treiber hpoj mit dem ptal Dienst verwendet werden. Es ist dennoch sicher besser, HPLIP schon jetzt (in einer 0.x Version) einer breiten Benutzerbasis zur Verfügung zu stellen, statt zu warten, bis auch die Unterstützung für nicht-USB Geräte implementiert ist. Zum Testen gibt es neuere Versionen (0.9.2 und 0.9.3) von HPLIP für SUSE LINUX 9.3 unter "ftp://ftp.suse.com/pub/people/jsmeix/unsupported/hplip/9.3/RPMS" für 32-bit Pentium kompatible (i586) und für AMD 64-bit (x86_64) Rechner. Beachten Sie das "unsupported" und lesen Sie das README in dem Verzeichnis. Feedback bitte an untenstehende E-Mail Adresse.
- Image Scan / iscan / epkowa Scanner Software von Epson Avasys (vormals Epson Kowa): "http://www.avasys.jp/english/linux_e/index.html"
- Es gibt gewisse Einschränkungen, die z.B. in den Englischen "Release Notes" beschrieben sind: [file:///usr/share/doc/release-notes/RELEASE-NOTES.en.html "/usr/share/doc/release-notes/RELEASE-NOTES.en.html": ]
The following scanners require the Image Scan frontend (iscan):
Epson Perfection 1250 / 1250 PHOTO, 1260 / 1260 PHOTO, 3170 PHOTO,
4180 PHOTO, GT-7200U, GT-7300U, GT-9400, GT-F600.
Other scanner frontends, like kooka, xsane, xscanimage,
and scanimage, may not work.
Obige Modelle können also nur über das Frontend iscan (/usr/bin/iscan) angesprochen werden (teils soll auch kooka oder xsane funktionieren).
Zum Testen gibt es eine neuere Version von Image Scan für SUSE LINUX 9.3 unter "ftp://ftp.suse.com/pub/people/jsmeix/unsupported/iscan/9.3/RPMS". Beachten Sie das "unsupported" und lesen Sie das README in dem Verzeichnis. Evtl. funktionieren damit alle Frontends. Feedback bitte an untenstehende E-Mail Adresse.
- Die 32-Bit Image Scan Software von Epson Avasys sollte nun auch auf AMD 64-Bit (x86_64) Systemen funktionieren.
Dazu sind bei SUSE LINUX 9.3 die SANE Bibliotheken als 32-Bit Version im Paket "sane-32bit" dabei, denn 32-Bit Software funktioniert nicht mit 64-Bit Bibliotheken. Da Image Scan proprietäre 32-Bit Software enthält, können wir das nicht passend für 64-Bit Systeme (wie normale freie Software) compilieren. Daher kann Image Scan nicht wie normale freie Software funktionieren, sondern es resultieren gewisse Einschränkungen, die auch in den Englischen "Release Notes" für AMD 64-Bit Systeme beschrieben sind:
Any scanner for which the epkowa driver is set up can only be used
with the iscan frontend.
Image Scan is proprietary 32-bit only software and, consequently,
normal 64-bit scanner frontends cannot work with the 32-bit epkowa driver.
Auf AMD 64-Bit Systemen kann jeglicher Scanner, der mit dem Treiber epkowa eingerichtet wurde, nur über das 32-Bit Frontend iscan (/usr/bin/iscan) angesprochen werden, denn die normalen 64-Bit Frontends funktionieren nicht mit der 32-Bit Treiber-Bibliothek libsane-epkowa.
Änderungen in der YaST Scannerkonfiguration
- Das YaST-Modul für die Scannerkonfiguration ist für SUSE LINUX 9.3 komplett neu erstellt worden.
- Neben den üblichen SANE Backends (aus dem Paket "sane") sind jetzt auch folgende externe Backends voll unterstützt:
- "hpaio" (Paket "hplip")
- "hpoj" (Paket "hp-officeJet")
- "epkowa" (Paket "iscan") Die Backends hpaio und hpoj schließen sich gegenseitig aus, siehe oben.
- Beim Backend epkowa gibt es gewisse Einschränkungen, siehe oben und siehe die Englischen "Release Notes" [file:///usr/share/doc/release-notes/RELEASE-NOTES.en.html "/usr/share/doc/release-notes/RELEASE-NOTES.en.html": ]
The following scanners require the Image Scan frontend (iscan):
Epson Perfection 1250 / 1250 PHOTO, 1260 / 1260 PHOTO, 3170 PHOTO,
4180 PHOTO, GT-7200U, GT-7300U, GT-9400, GT-F600.
Other scanner frontends, like kooka, xsane, xscanimage,
and scanimage, may not work.
Those scanners can be set up with YaST by activating
the epkowa driver but as a side-effect the scanners cannot be
recognized as "active scanners" by YaST.
Es ist also möglich, obige Modelle mit YaST einzurichten (d.h. den Treiber epkowa zu aktivieren), aber scanimage kann den Scanner nicht über den Treiber epkowa ansprechen. Der Scanner wird daher in YaST nicht als "aktiver Scanner" angezeigt, denn YaST verwendet scanimage, um die aktiven Scanner zu ermitteln.
Bei einem Update von einer älteren SUSE LINUX Version
Nach einem Update von einer älteren SUSE LINUX Version, z.B. von 9.0 (oder früher) direkt auf 9.3 oder auch schrittweise 9.0 -> 9.1 -> 9.2 -> 9.3 kann es sein, dass der Scanner nicht mehr vom Befehl "/sbin/lsusb" angezeigt wird, vergl. SDB:Scanner einrichten ab SUSE LINUX 9.2 Der Scanner ist dann nicht ansprechbar und kann weder von "sane-find-scanner" noch von YaST erkannt werden (YaST verwendet "sane-find-scanner"). Die Ursache ist normalerweise, dass in der Datei "/etc/fstab" noch ein veralteter Eintrag bzgl. "usbdevfs" steht, etwa wie folgt:
usbdevfs /proc/bus/usb usbdevfs noauto 0 0 Bis SUSE LINUX 9.2 hat die veraltete Form noch funktioniert, aber seit SUSE LINUX 9.3 muss die korrekte Form usbfs /proc/bus/usb usbfs noauto 0 0 verwendet werden.
Letztlich kommt es darauf an, dass das USB-Filesystem gemountet ist, ("mount | grep usb" muss "usbfs..." anzeigen), denn das ist Voraussetzung, dass die Einträge unter /proc/bus/usb/ erzeugt werden über die der Scanner angesprochen wird, vergl. SDB:Scanner einrichten ab SUSE LINUX 9.2
- Nach einem Update von einer älteren SUSE LINUX Version funktionieren alte Backend Konfigurationsdateien /etc/sane.d/*.conf evtl. nicht mehr mit der neuen Version des Backends. Das hängt vom jeweils verwendeten Backend ab und davon, was in der Konfigurationsdatei eingetragen ist.
Verschieben Sie /etc/sane.d/ oder löschen Sie /etc/sane.d/* und installieren Sie dann das "sane" Paket komplett neu (und das Paket "iscan" wenn Sie das Backend "epkowa" verwenden), um die aktuellen Konfigurationsdateien zu bekommen. Richten Sie dann den Scanner neu ein (z.B. mit YaST).
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