SDB:SuSEPlugger
aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank
Version: 9.0
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SuSEPlugger
Der zu SuSE Linux 8.2 eingeführte SuSEwatcher informierte Sie über die Verfügbarkeit von Patches, neue Hardware und war für die Erstellung der KDE Device Icons zuständig.
Aus ergonomischen Gründen wurde SuSEwatcher auf die Überwachung von Updates beschränkt und die restliche bekannte Funktionalität und einige neue Features finden sich nun in SuSEplugger:
- Erstellen von KDE Desktop Device Icons
- Medienerkennung und Autostart von CDs/DVDs
- Überwachen von neuer Hardware
- ein Gerätemanager, der zahlreiche Informationen über Hardware anzeigt
- Einbinden und Entfernen von hotplugfähiger Hardware wie PCMCIA, Firewire, USB
KDE Device Icons & Medienerkennung
SuSEplugger erstellt dynamsich für alle im System befindlichen Massenspeicher sogenannte Device Icons - schliessen Sie zum Beispiel USB Speichergeräte (Memory Sticks, CD-Laufwerke, etc) an, können Sie die über das entsprechende Icon darauf zugreifen. Werden solche Geräte wieder entfernt, verschwinden die Icons wieder von Ihrem Desktop. Ist die Medienerkennung aktiviert, so wird die entsprechende Anwendung für Audio CDs, VideoCDs, DVDs und Rohlinge gestartet. SuSEplugger respektiert auch geänderte Einstellungen zur Partitionierung Ihrer Festplatte.
SuSEplugger stellt einige Möglichkeiten zur Konfiguration dieser Eigenschaften zur Verfügung: Wählen Sie im Kontextmenue des SuSEpluggers "Einrichten" und Sie können:
- das Erstellen für spezifische Hardwareklassen ein-/ausschalten
- die Medienerkennung ein-/ausschalten
- Bei Wahl von "Statische Geräte Icons verwenden" werden nur für die aktivierten Geräteklassen Icons erzeugt.
- Wählen Sie "Verknüpfung für Applikation erzeugen", so schalten Sie die Medienerkennung ein und können die Anwendung über das Laufwerksicon direkt starten.
- Mit "Applikation direkt starten" aktivieren Sie den automatischen Start der Anwendung.
Sollten Sie bestimmte Mountpoints ausschliessen, aber nicht die komplette Geräteklasse deaktivieren wollen (z.B. Festplatte, verschiedene Mountpoints /data1, /data2, /data3, /windows/C, /windows/D), so können Sie mit einem Editor die Datei ~/.kde/share/config/susepluggerrc folgende Option setzen:
[General] IgnoreMountPoints=/data1,/data2,/windows/C
Partitionen mit diesen Mountpoints werden nach einem Neustart von SuSEplugger ignoriert. (Ein Tip: IgnoreMountPoints=/data schliesst alle Mountpoints /data1, /data2, /data3 ein;). Diese Option gilt für alle Geräteklassen - nicht nur für die als Beispiel verwendete Festplatte.
Defaultmässig werden folgende Anwendungen für den Autostart verwendet:
kaffeine für VideoCDs, SVCDs, DVDs kscd für AudioCDs k3b für Rohlinge
Möchten Sie diese ändern, so passen Sie dies bitte in der Datei /opt/kde3/share/config/kdeglobals in der Gruppe [CD media auto handler] an - Sie benötigen hierzu allerdings root-Rechte. Standardmässig werden die Laufwerke alle 2.5s abgefragt. Sollten Probleme (hohe CPU-Last, Kernelcrash) auftreten und sie aber nicht auf die Medienerkennung verzichten wollen, so können Sie in ~/.kde/share/config/susepluggerrc mit dem Parameter PollIntervall=2500 experimentieren. Die Angabe setzt das Intervall in Millisekunden und wird erst nach einem Neustart des SuSEpluggers aktiv.
Haben Sie ein Icon von Ihrem Desktop gelöscht, so respektiert SuSEplugger Ihre Entscheidung und wird hierfür kein Icon mehr erzeugen. Sollten Sie dies rückgängig machen wollen, so ist folgendes zu tun:
- finden Sie die sogenannte UniqueID des Gerätes heraus: als root: hwscan --list
- dies zeigt Ihnen eine Liste der im System befindlichen Hardware mit Einträgen wie folgendem: B3Fu.IqvFAv_s+s9: (cfg=new, avail=yes, need=no, active=yes) camera OmniVision OV511+ WebCam
- die erste Spalte (hier also B3Fu.IqvFAv_s+s9) zeigt die UniqueID an.
- Löschen Sie nun in der Datei ~/.kde/share/config/susepluggerrc in der Gruppe [] den Eintrag: /dev/=true.
Ein Blick in /etc/fstab gibt Aufschluss darüber, welches Gerät/Partition gemeint ist.
Überwachen von neuer Hardware
Wie seit langem gewohnt, werden Sie nach der Installation von Hardware, die noch einer Konfiguration bedarf, informiert und haben die Möglichkeit, das entsprechende YaST2 Modul zu starten.
Möchten Sie nicht mehr über neue Hardware informiert werden, so deaktivieren Sie bitte im Einrichten-Dialog des SuSEpluggers "Über neue Hardware informieren".
Gerätemanager & hotplugfähige Hardware
Ein Klick mit der Maus auf das Icon des SuSEpluggers im KDE Kicker öffnet den Gerätemanager. Sie können sich hier für das Gerät allgemeine Informationen, belegte Ressourcen und Informationen zu dem Treiber anzeigen lassen. Bei Bedarf kann auch das entsprechende YaST2 Modul gestartet werden und eine Konfiguration vorgenommen werden. Nützlich für Anwender hotplugfähiger Hardware ist die Möglichkeit, diese Hardware in das System einbinden, respektive entfernen zu können.
Benutzer von Massenspeichergeräten, die als Hotpluggeräte ausgelegt sind, und Benutzer von PCMCIA Netzwerkkarten haben oftmals das Problem, dass nach einem Herausziehen des Gerätes aus dem System eventuell Anwendungen die auf dieses Gerät zugegriffen haben, nicht mehr reagieren und Daten verloren gehen. Um dem vorzubeugen können Sie vor dem physikalischen Entfernen des Gerätes aus dem System mittels "Auswerfen" im Gerätemanager prüfen, ob das Gerät problemlos aus dem System entfernt werden kann und gegebenenfalls Anwendungen, die darauf zugreifen beenden. Hierzu werden Sie aufgefordert, das Rootpasswort einzugeben. Sollte das Entfernen zunächst nicht möglich sein, so erhalten Sie einen Überblick über die laufenden Prozesse, die dies verhindern und haben die Möglichkeit, diese in 2 Eskalationsstufen zu Beenden:
- beenden (via SIGTERM), die Anwendung wird aufgefordert, sich geordnet zu Beenden
- abbrechen (via SIGKILL), die Anwendung wird sofort beendet
Anschliessend sind die Module für dieses Gerät entladen und evtl. vorhandene Mountpoints deaktiviert. Mittels "Einfügen" können sie diesen Vorgang rückgängig machen, also Module gegebenfalls laden und Mountpoints aktivieren.
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