SDB:WinModems auch für Linux
aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank
Version: 4.4
Symptom:
Ihr Modem wird unter Linux nicht erkannt und/oder entspricht einem oder mehreren der folgend genannten Punkte:
- es handelt sich um ein internes Modem (Steckkarte oder OnBoard)
- es handelt sich um ein externes USB-Modem
- vom Hersteller werden nur Windows-Treiber mitgeliefert, welche i.d.R. im VXD-Format vorliegen
- es handelt sich um eine PCI-Steckkarte, welche vom Kommando /sbin/lspci als Communication Controller oder Modem bezeichnet wird.
- das BIOS des Rechners zeigt beim Bootvorgang nur die vorhandenen seriellen Schnittstellen an, jedoch nicht eine durch das interne Modem hinzugekommene
- das Modem trägt u.a. die Bezeichnung:
- 536ep/537ep
- HaM
- HCF/HSF/HSP
- SmartLink
Ursache:
Es handelt sich bei Ihrem Modem um ein sogenanntes WinModem, welches ohne speziellen Treiber nicht mit dem AT-Befehlssatz (Hayes-Befehlssatz) angesprochen werden kann. Dieser Befehlssatz beinhaltet unter anderem Normvorschriften der folgenden Gremien:
- International Telecommunications Union (ITU V.250)
- Telecommunications Industry Association (TIA/EIA 602)
Da die Hersteller solcher Modems oftmals die notwendigen, speziellen Treiber nur für Windows-Systeme zur Verfügung stellen (daher wurde die Bezeichnung WinModem geprägt), können Sie diese unter Linux nicht ohne weiteres betreiben.
Ab SUSE LINUX 8.0 liegen unserer Distribution vermehrt Treiber für WinModems in vorkompilierter Form bei. Beachten Sie hierzu die entsprechenden Artikel unserer Supportdatenbank, welche Sie ebenfalls unter dem Stichwort "winmodem" auffinden.
Ab SUSE LINUX 9.1 wird der Kernel 2.6.x verwendet. Jedoch sind für dieses Kernel Version bisher nur kaum Winmodemtreiber verfügbar! Vgl. hierzu auch SDB:Winmodems unter SUSE LINUX 9.1
Da i.d.R. der Quellcode der WinModem-Treiber für Linux nicht offengelegt ist, besteht für uns keine Möglichkeit nachzuvollziehen, welche Aktivitäten der Treiber vornimmt und wie er das System beeinflußt. Das bedeutet in letzter Konsequenz:
Der SuSE Installationssupport kann Ihnen bei der Einrichtung eines WinModem-Treibers keine Hilfestellung geben.
Darüberhinaus finden Sie jede Menge weiterer Information rund um WinModems und Linux auf der folgenden Internetseite: http://www.linmodems.org
Lösungsmöglichkeiten:
- Überprüfen Sie, ob für Ihr Modem nicht bereits ein vorkompilierter Treiber auf unserer Distribution existiert (s.o.)
- Probieren Sie (auf eigenes Risiko) den zu Ihrem Modem passenden Treiber aus. Greifen Sie dabei möglicherweise auf Anleitungen in unserer Supportdatenbank zurück.
- Erledigen Sie Ihre Kommunikationsaufgaben mit einem anderen Betriebssystem.
- Kaufen Sie ein reguläres (extern serielles - RS232 nicht USB!) Modem.
Hier folgt noch der alte Informationstext:
Das Modem ist wahrscheinlich ein sogenanntes WinModem, das nicht über eine serielle Schnittstelle angesteuert wird, sondern dessen digitaler Signalprozessor direkt vom Hauptprozessor angesprochen wird.
Es gibt für Modems Normvorschriften für den Befehlssatz, die von der ITU (International Telecommunications Union, www.itu.ch) und TIA (Telecommunications Industry Association, www.tiaonline.org) herausgegeben werden. Deren Vorschriften ITU V.250 und TIA/EIA 602 legen den Befehlssatz eines Modems fest. Dieser Befehlssatz führt oft die historischen Bezeichnungen Hayes-Befehlssatz oder AT-Befehlssatz.
Linux unterstützt Modems, die den oben genannten Normen genügen.
WinModems verstoßen gegen diese Standards, ihre Schnittstellen sind zumeist nicht offengelegt.
Es gibt eine Webseite (in englischer Sprache) welche sich mit solcherlei internen Modems beschäftigt:
http://www.idir.net/~gromitkc/winmodem.html
Die komplette Tabelle mit den Modem-Informationen erhält man dort über den Link "View the entire table".
SDB:SmartLink Treiber unter SUSE LINUX 8.2
SDB:SmartLink Treiber manuell einrichten (SUSE LINUX 9.1)
SDB:SmartLink Treiber manuell einrichten (SUSE LINUX 9.0)
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