SuSE Installation vom USB Medium

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Geeko
USB Medien sind sehr populär geworden. Sie existieren in verschiedenen Formaten mit unterschiedlichen Kapazitäten, die ausreichen, ein SuSE Linux DVD ISO-Abbild zu enthalten. Des Weiteren haben die meisten PCs die Möglichkeit von einem USB Medium gebootet zu werden. Somit stellt sich die Frage : Kann ich mir das Abbild herunterladen und direkt vom USB Medium booten?

Eigentlich ist ein USB Medium von sich aus nicht bootfähig, da spezielle Dateien für den Bootvorgang benötigt werden. Jedoch kann das Medium sehr einfach bootfähig gemacht werden.

Inhaltsverzeichnis

Vorbereitung

Für eine erfolgreiche Installation sollten Sie folgendes zur Hand haben :

  • SuSE Linux DVD Abbild für i386 oder Architektur, alternativ kann eine Start-CD-Abbild] benutzt werden. Dieses Abbild is wesentlich kleiner und wird auf die meisten USB Medien passen
  • diese modifizierte Version von [mkbootdisk] (Hierbei handelt es sich um ein Skript, dieses bitte mit "Rechtsclick" => "Ziel Speichern unter ..." abspeichern und WICHTIG : Speicherort merken! ;-) Der Aufruf ist dann des Skripts ist dann <<Speicherort>>/mksusebootdisk z.B.: /home/erde/mksusebootdisk)
  • einen USB Stick (Mini Disk hat ~80ko, CD 650MB, DVD 4GB, der Stick muss eine entsprechende Größe haben) oder eine USB Festplatte
  • "root"-Zugriff zum installierten Linuxsystem und die Möglichkeit in einer Konsole zu arbeiten.
  • Ein installiertes "syslinux" (falls noch nicht installiert, dann YaST benutzen)

USB Medium präparieren

  • Öffnen Sie einen "root" xterm bzw. Konsole;
  • Schließen Sie das USB Medium am Computer an. Das Medium sollte automatisch eingebunden (gemountet) werden. Falls Sie KDE benutzen, können Sie einfach den Namen des Geräts (Device) herausfinden, in dem Sie es aus dem Fenster, welches sich automatisch öffnet, ablesen. Die eingebundene Partition lautet dann z.B. "/dev/sdb1". Das Medium wird dann über /dev/sdb angesprochen, also Name der Partition ohne die folgende Ziffer.


Sie können auch

 df -h

benutzen, um nach dem Gerät mit der zum USB Medium zugehörigen Größe zu suchen.

Eine andere Möglichkeit den Gerätenamen herauszufinden ist, indem Sie sich die letzten paar Zeilen in der Datei "/var/log/messages" anschauen. Dort wird nämlich in ein paar Zeilen protokoliert, wenn ein USB Medium eingesteckt wird. Suchen Sie nach einer Zeile in der folgendes steht : "[sd?] Attached SCSI disk". Wobei "sd?" der Gerätename von Ihrem USB Medium ist.

  • Prüfen Sie den Partitionstyp mit:
fdisk -l

oder wenn Sie den Partitionsname wissen mit:

fdisk -l /dev/<disk>

Die Ausgabe sollte dann wie folgt aussehen:

/dev/sdb1  * 1  3924     1004528    c  W95 FAT32 (LBA)

Wobei "FAT32" der Dateisystemtyp ist. Es könnte auch "FAT16" (oder etwas anderes) sein. Falls Sie ein Sternchen (wie im obigen Beispiel) sehen, dann bedeutet dies, das das Boot-Flag gesetzt ist.

  • Falls das Boot-Flag nicht gesetzt ist (kein Sternchen), dann muss dies mit:
fdisk /dev/<disk> 

gesetzt werden. (<disk> ist der Gerätename, z.B. "sdb". Es darf dort nicht der Partionsname ("sdb1") stehen). Dazu gegeben Sie "a" ein und geben Sie die Nummer der Partition ein, die bootfähig gemacht werden soll (z.B. 1, wenn die Partition "sdb1" bootfähig sein soll).

  • Sollte das Dateisystem nicht vom Typ FAT32 sein, so muss dies noch geändert werden:
fdisk /dev/<disk>

Dann drücken Sie "t" (um den Dateisystemtyp zu ändern) und "c" (für FAT32). Die Änderungen werden dann mit "w" gespeichert.

  • Dateisystem anlegen (Vorsicht, dies löscht alle auf dem USB Medium vorhandenen Daten). Dazu muss die Partition erst einmal ausgehangen werden (unmount):
umount /dev/<partition>
mkfs.vfat -F 32 /dev/<partition>

(Wobei <partition> die zu ändernde Partition ist, z.B. "sdb1").

  • Alternativ kann die Partitionierung auch mit YaST YaST/System/Partitionieren durchgeführt werden. Jedoch muss dann immernoch geprüft werden, ob das Boot-Flag gesetzt wurde. Falls nicht so machen Sie die Partition, wie oben angegeben, bootfähig (fdisk /dev/<disk> ... usw.)
  • Vergewissern Sie sich, ob das USB Medium nun mit FAT32 formatiert wurde:
fsck.vfat /dev/<partition>

Falls dies fehlschlägt, reparieren Sie das Dateisystem mit:

fsck.vfat -a /dev/<partition>

Dateien auf das USB Medium kopieren

  • Wählen Sie einen passenden Mount Punkt für die DVD (beispielsweise "/mnt/dvd") und einen Mount Punkt für das USB Medium (z.B. /mnt/usb). Legen Sie die Mount Punkte mit:
mkdir /mnt/dvd
mkdir /mnt/usb

an.

  • Hängen (mounten) Sie das heruntergeladene CD/DVD Abbild ein. Stellen Sie vorab sicher, dass Sie "loop-device" Unterstützung (um ein ISO Abbild als CD/DVD einzuhängen) in Ihrer installierten Linux haben - openSUSE bringt dies von Hause aus mit:
mount dvd.iso /mnt/dvd -o loop

Verfahren Sie ebenso mit dem USB Medium und hängen dies mit:

mount /dev/sdb1 /mnt/usb

ein. (Bitte immer daran denken, dass hier sdb1 als Beispiel gewählt wurde und auf Ihrem System einen anderen Gerätenamen haben kann!!!)

  • Kopieren Sie mit:
cp -R /mnt/dvd/* /mnt/usb/

die Daten der heruntergeladenen CD/DVD auf das USB Medium.

  • Unmounten Sie das USB Medium (notwendig, da sonst das Kommando "mksusebootdisk" fehlschlägt)
umount /mnt/usb

USB Medium bootfähig machen

  • für x86 (i386) Installationsmedien lautet das Kommando:
mksusebootdisk --32 --partition /dev/sdb1 /mnt/dvd
  • für x86_64 (AMD64/EMT64) Installationsmedien lautet das Kommando:
mksusebootdisk --64 --partition /dev/sdb1 /mnt/dvd

Dies sollte auch für andere Architekturen z.B. ppc, IA64 funktionieren, in dem der erste Parameter geändert wird.

  • Falls Sie folgende Fehlermeldung erhalten:
 /usr/bin/perl: bad interpreter: Permission denied

Stellen Sie sicher, dass das "mksusebootdisk" Skript mit folgendem Kommando ausführbar wird:

 chmod +x mksusebootdisk

Dieses Kommando arbeitet sehr schnell. Es wird fehl schlagen, falls Sie vergessen haben, das USB Medium auszuhängen (zu unmounten). Es wird ebenso fehlschlagen (und die Fehlermeldung "not a FAT file system", wenn Sie STRG-c drücken, ausgeben), falls die Partition Fehler enthält. Um die Fehler zu reparieren benutzen Sie:

 fsck.vfat -w -r <part>
  • Die Partition und somit das USB Medium ist nun bootfähig.

Installation vom USB Medium

Booten

Stellen Sie sicher dass Ihr USB Medium eingesteckt ist. Starten Sie Ihren PC. Wenn alles gut geht wird das SuSE Boot Menü erscheinen. Wählen Sie den Menüpunkt Installation.

Setup

Während des Setups wird das Installationsmedium nicht automatisch erkannt. Das Setup wird in den text-basierten Modus übergehen, wo Sie den Pfad zum Installationsmedium angeben können. Dort kommt die Meldung "Make sure that CD number 1 is in your drive". In diesem Menü wählen Sie den Punkt Back. Es erscheint nun ein Menü, in dem Sie die Sprache wählen können. Wählen Sie dort Deutsch. Im nächsten Menü bei der Wahl der Tastaturbelegung wählen Sie auch Deutsch. Nun befinden Sie sich im Hauptmenü. Dort wählen Sie den Punkt Installation / System starten und Installation/Update starten. Nun wird nach dem Speicherort des Quellmediums gefragt. Dieses befindet sich bei Ihnen auf dem USB Medium, welches wie eine Festplatte eingebunden wurde. Also wählen Sie in diesem Menü den Punkt Festplatte und suchen sich anhand der Größe des USB Mediums die Partition aus, auf der Sie Ihre Installationsdateien vorher gespeichert haben. (Als Beispiel wurde dazu immer /dev/sdb1 genommen). Nun geben Sie nur noch / als Quellverzeichnis an. Das Installationsystem wird nun vom USB Medium geladen und nachdem Sie die Meldung Es wurden keine neuen Treiber-Updates gefunden. mit der Eingabetaste bestätigen, kann die Installation vom USB Medium beginnen.

Bekannte Probleme

Warum kann ich nicht das mit SuSE Linux mitgelieferte "mkbootdisk" benutzen

Das mitgelieferte "mkbootdisk" kann keine FAT32 Dateisysteme schreiben. Die größte bootfähige Standard-FAT16 Partition ist auf 2GB beschränkt und kann somit kein DVD Abbild aufnehmen.

Man könnte ein FAT16 Partion von 4GB erzeugen, die sich nicht an den Standard hält, jedoch wird man davon nicht booten können. Zumindest einige Motherboards können es nicht.

Der Computer bootet nicht vom USB Medium

Egal was Sie versuchen, der Computer startet nicht vom USB Medium:

  • Stellen Sie sicher, dass der PC fähig ist, um von USB zu booten. Diese Information könnte schwierig im Internet oder in Handbüchern zu finden sein. Manchmal ist das Booten von USB Medien einfach nicht unterstützt, egal wie neu der Computer ist.
    • Hinweis: removable drive im BIOS Boot-Menu meint nicht USB
  • Das USB Medium sollte an erster Bootposition im BIOS stehen, damit nicht andere Bootgeräte hier vorgreifen. (z.B. DVD, Festplatte, etc.)
  • Beachten Sie unbedingt die Reihenfolge der hier angegebenen Schritte. Wird ein beispielsweise ein mksuseboot vor dem setzen des Boot-Flags durchgeführt, so kann dies dazu führen, dass das USB Medium nicht bootfähig ist.
  • Befragen Sie hierzu auch die USB Booting Knowledge Base

Hinweis zur Übersetzung

Oben beschriebener Vorgang wurde so aus dem Englischen übersetzt, wobei Im Punkt Setup von der im Englischen beschriebene Vorgehensweise abgewichen wurde. Die abweichende Prozedur wurde komplett auf Funktion geprüft.

Versionshinweis

Die oben beschriebenen Schritte wurden mit einem 8GB USB Stick durchgeführt. Dieser wurde in 2 Partitionen unterteilt, wobei der ersten (bootfähige) Partition eine Größe von 4,5GB zugewiesen wurde. Als ISO-Abbild diente das Abbild der OpenSuSE 11.0 für Intel 32 Bit - Architekturen. Die Installation erfolgte auf ein Medion E1210 Akoya. Dieser Wiki Artikel beschreibt die Installation auf dem Medion E1210.

Links für zusätzliche Informationen