YaST/Netzwerkgeräte/DSL

aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank


Das YaST-Modul DSL besteht aus mehreren Dialogfeldern, in denen sie die Parameter des DSL-Zugangs basierend auf den folgenden Protokollen festlegen können:

  • PPP über Ethernet (PPPoE)
  • PPP über ATM (PPPoATM)
  • CAPI für ADSL (Fritz-Karten)
  • Tunnel-Protokoll für Point-to-Point (PPTP) – Österreich

Im Dialogfeld DSL-Konfiguration finden sie auf dem Karteireiter DSL-Geräte eine Liste der installierten DSL-Geräte. Zur Änderung der Konfiguration eines DSL-Geräts wählen sie das Gerät in der Liste aus und klicken sie auf Bearbeiten. Wenn sie ein neues DSL-Gerät manuell konfigurieren möchten, klicken sie auf Hinzufügen.

Beachten sie bitte, dass die Konfiguration ihres DSL-Zugangs mit PPPoE und PPTP eine korrekte Konfiguration der Netzwerkkarte voraussetzt. Falls noch nicht geschehen, konfigurieren sie zunächst die Karte, indem sie Netzwerkkarten konfigurieren auswählen (siehe YaST/Netzwerkgeräte/Netzwerkkarte). Bei DSL-Verbindungen können die Adressen zwar automatisch vergeben werden, jedoch nicht über DHCP. Aus diesem Grund dürfen sie die Option Dynamic Address (Dynamische Adresse) nicht aktivieren. Geben sie stattdessen eine statische Dummy-Adresse für die Schnittstelle ein, z. B. 192.168.22.1. Geben Sie unter Subnetzmaske 255.255.255.0 ein. Wenn sie eine Einzelplatz-Arbeitsstation konfigurieren, lassen sie das Feld Standard-Gateway leer.

Die Werte in den Feldern IP-Adresse und Subnetzmaske sind lediglich Platzhalter. Sie haben für den Verbindungsaufbau mit DSL keine Bedeutung und werden nur zur Initialisierung der Netzwerkkarte benötigt.


Wählen sie im ersten Dialogfeld für die DSL-Konfiguration den PPP-Modus und die Ethernetkarte, mit der das DSL-Modem verbunden ist (in den meisten Fällen ist dies eth0). Geben sie anschließend unter Geräte-Aktivierung an, ob die DSL-Verbindung schon beim Booten des Systems gestartet werden soll. Aktivieren sie Enable Device Control for Non-root User via KInternet (Gerätesteuerung für Nicht-Root-Benutzer via KInternet ermöglichen), wenn sie normalen Benutzern ohne Root-Berechtigung die Aktivierung und Deaktivierung der Schnittstelle via KInternet erlauben möchten.

Im nächsten Dialogfeld können sie ihr Land und danach in der Liste der in ihrem Land operierenden ISPs einen Internetprovider auswählen. Die Inhalte der danach folgenden Dialogfelder der DSL-Konfiguration hängen stark von den bis jetzt festgelegten Optionen ab und werden in den folgenden Abschnitten daher nur kurz angesprochen. Weitere Informationen zu den verfügbaren Optionen erhalten sie in der ausführlichen Hilfe in den einzelnen Dialogfeldern.

Um auf einem Einzelplatz-Arbeitsplatzrechner Dial-On-Demand verwenden zu können, müssen sie auf jeden Fall den Namenserver (DNS-Server) angeben. Die meisten Provider unterstützen die dynamische DNS-Vergabe, d. h. beim Verbindungsaufbau wird die IP-Adresse eines Namenservers übergeben. Bei einem Einzelplatz-Arbeitsplatzrechner müssen sie jedoch eine Platzhalteradresse wie 192.168.22.99 angeben. Wenn Ihr ISP keine dynamische DNS-Namen unterstützt, tragen sie die IP-Adressen der Namenserver des ISPs ein. Idle-Timeout (Sekunden) definiert, nach welchem Zeitraum der Netzwerkinaktivität die Verbindung automatisch getrennt wird. Hier sind Werte zwischen 60 und 300 Sekunden empfehlenswert. Wenn Dial-On-Demand deaktiviert ist, kann es hilfreich sein, das Zeitlimit auf Null zu setzen, um das automatische Trennen der Verbindung zu vermeiden.

Die Konfiguration von T-DSL entspricht weitgehend der Konfiguration von DSL. Wählen sie einfach T-Online als Provider und YaST öffnet das Konfigurationsdialogfeld für T-DSL. In diesem Dialogfeld geben sie einige zusätzliche Informationen ein, die für T-DSL erforderlich sind: die Anschlusskennung, die T-Online-Nummer, die Benutzerkennung und Ihr Passwort. Diese Informationen finden sie in den T-DSL-Anmeldeunterlagen.

Siehe auch