YaST

aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank

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Geeko
Dieser Artikel beschreibt das Tool YaST und dessen funktion

YaST – Yet another Setup Tool (englisch für „noch ein weiteres Installationswerkzeug“) ist das betriebssystemweite Installations- und Konfigurationswerkzeug für openSUSE. Es kann in zwei Modi betrieben werden, den Grafik und den Textmodus.

Inhaltsverzeichnis

YaST im Grafikmodus

YaST kann mit einer Qt-basierten oder einer GTK-basierten (ab openSUSE 10.2) grafischen Oberfläche benutzt werden. Um YaST unter KDE zu starten wählen Sie [K Menu] -> [System] -> [YaST (Systemeinstellungen)]. Nach dem Eingeben des Root-Passwortes startet YaST mit dem Hauptfenster, dort werden in der linken Spalte die Modulgruppen aufgelistet. In der rechten Spalte werden die zu der ausgewählten Modulgruppe gehörigen Module angezeigt. In den einzelnen Modulen werden in der linken Spalte die Funktionen der Module beschreiben und es werden wichtige Hinweise zur Nutzung der einzelnen Module gegeben. Darüber hinaus gibt es in der SUSE Dokumentation im Dokument Start-Up (enthalten im Paket opensuse-manual-de), ein umfangreiches Kapitel zur Systemkonfiguration mit YaST. Bezogen auf die Lösung konkreter Aufgaben, z.B. der Installation neuer Pakete, gibt es hier im Wiki unter Dokumentation oder der Support-Datenbank viele Dokumente.
YaST mit einer Qt basierten Benutzerschnittstelle
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YaST mit einer Qt basierten Benutzerschnittstelle

YaST im Textmodus

YaST kann auch aus der Textkonsole heraus gestartet werden. Dies geschieht durch die Eingabe von "yast2" in einer Textkonsole mit root Rechten. Die Benutzerführung ist die selbe, wie die der grafischen Version, trotzdem sind im Textmodus ein paar Besonderheiten zu beachten, die, einmal verinnerlicht, die Bedienung sehr vereinfachen. Die einzelnen Menüpunkte lassen sich zwar mit der Tabulatortaste der Reihe nach durchgehen, aber das kann bisweilen etwas mühsam sein. Zur Vereinfachung bietet YaST daher diverse Tastaturkürzel zum direkten Sprung in die gewünschte Funktion an. Mit Alt+<Zeichen> wird die gewünschte Funktion gestartet. Welche Kombinationen gerade möglich sind, zeigt YaST durch gelb eingefärbte Zeichen an.

Die Abbildung zeigt als Beispiel das Modul zur Verwaltung von Benutzern und Gruppen. Mit Alt+H wird der Dialog zum Hinzufügen aufgerufen. Die Kombination Alt+x öffnet die Optionen für Experten. Neben diesen Tastenkombinationen erfolgt die Navigation z.B. in Listen auch mit den Cursor-Tasten.

Die Kombinationen Alt+A (Abbrechen), Alt+Z (Zurück) sowie Alt+B (Beenden, Änderungen übernehmen) stehen fast immer zur Verfügung.

Weitere Informationen zu der Bedienung von Yast im Textmodus finden Sie hier.

YaST im Textmodus
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YaST im Textmodus

Modulgruppen

Software
Hardware
System
Netzwerkgeräte
Netzwerkdienste
Novell AppArmor
Sicherheit und Benutzer
Andere

Geschichtliches

YaST wurde ursprünglich entwickelt, um eine deutsch lokalisierte Installation der zu Beginn noch Slackware-basierten SUSE Linux-Distribution zu ermöglichen. Spätestens ab S.u.S.E. Linux 4.2 übernahm jedoch YaST über die eigentliche Installation deutlich hinausgehende Aufgaben, wie Konfiguration von Netzwerk, Systemdiensten und Hardware. Ab der modul-basierten Installation von S.u.S.E. Linux (seit Version 5) spielte YaST eng mit dem Tool linuxrc zusammen.

Ältere YaST-Versionen waren in C/C++ mit der Textoberflächen-Bibliothek curses geschrieben. Die ursprünglichen Autoren von YaST waren Thomas Fehr (einer der vier S.u.S.E.-Gründer) und Michael Andres.

Kurios: die Versionsnummern von YaST waren bis zur Version 1 immer auf Primzahlen basierend, startend mit der Version 0.43, 0.47, usw.

Novell hat inzwischen neue YaST-Versionen unter den Bestimmungen der GPL veröffentlicht, was YaST zu freier Software macht. Dadurch wurde unter anderem auch ein Projekt ermöglicht, das an einer Debian-Portierung arbeitet und schon einige Meilensteine verzeichnen konnte.

Siehe auch

WWW-Verknüpfungen