Upgrade
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Inhaltsverzeichnis |
System-Upgrade
| Die offizielle Methode' → Gültig für Upgrade von openSuSE 10.3 → 11.0 → 11.0 → 11.1 → 11.2 |
Um von einer älteren auf eine neuere openSuSE Version zu aktualisieren (Upgrade), ist die Verwendung der aktuellsten DVD oder Netzwerk-Boot-CD der offiziell unterstützte Weg. Damit das Upgrade ausgeführt werden kann, muss von der DVD/Netzwerk-Boot-CD gebootet und der Installationsmodus gestartet werden. Während des Installationsvorganges wird die Auswahl des Installationsmodus angeboten: "Neuinstallation", "Aktualisierung" oder "Reparatur eines installierten Systems". Hier ist Aktualisierung auszuwählen.
| Der andere Weg' → Gültig für Upgrade von openSuSE 10.3 → 11.0 → 11.0 → 11.1 → 11.2 |
Ein System-Upgrade kann auch Text basiert als Online-Upgrade mit Hilfe des Tools
Zypper
durchgeführt werden.
Vorwort
Der offiziell unterstützte Weg für System-Upgrade ist der über das DVD-Installationsmedium, wie eingangs erwähnt. Es gibt aber auch einen weiteren Weg, vor allem wenn kein kompatibles DVD-Installationsmedium vorhanden ist. Dann lässt sich ein solches ein Upgrade auch direkt über die Repositories durchführen. Der Weg über die Konsole mit Hilfe von Zypper ist ein solcher Weg. Diese Methode → Upgrade von → OpenSuSE Version 10.3 → 11.0 → 11.1 → 11.2 wird allerdings nicht offiziell unterstützt, funktioniert aber dennoch, wenn die nachfolgende genannten Vorkehrungen beachtet werden.
Die Vorteile dieses Weges sind:
- Es werden nur die Pakete heruntergeladen, die aktualisiert werden, dadurch wird keine Bandbreite verschwendet.
- Der Rechner kann während des Upgrade' s verwendet werden - nur zum Neustart/Reboot ist er nicht verfügbar.
- Es ist cool, das mal so zu machen.
Nachteil diese Weges ist:
- Wenn der Upgrade-Prozess unterbrochen wird und nicht zu Ende fortgeführt werden kann, bleibt eine defekte Installation zurück (abhängig vom Zeitpunkt der Störung).
Vorkehrungen
Bevor man beginnt, einen solchen Schritt zu gehen, sollte man einige Vorkehrungen treffen.
- Damit nichts bereut werden muss ist daran zu denken sich ein Backup der vorhandenen openSUSE-Version anzulegen bzw. sich zumindest die wichtigsten Daten durch ein System-Backup oder sonst einer Art zu sichern, um bei einem eventuellen Fehlschlag dieser Aktion keinen Datenverlust zu erleiden.
- Wichtig ist die Aktualität des vorhandenen Systems, d.h. die laufende Version sollte auf dem neuesten und aktuellsten Stand sein, was Updates, Patches etc. betrifft.
- Auch ist es wichtig, nur Systeme einem solchen Upgrade zu unterziehen, die nicht schon Fehler/Fehlfunktionen haben. Diese können dann unter Umständen in das neue zu aktualisierende System getragen werden und wirken sich dann gegebenenfalls negativ aus. Bei zu gravierenden Fehlern kann es passieren, dass ein System-Upgrade nicht möglich ist.
- Dann sollte darüber nachgedacht werden, ob sich die vorhandene Internetverbindung oder deren Bandbreite für dieses Vorhaben eignet. Denn bei dieser Variante des System-Upgrades ist eine recht hohe und stabile Bandbreite von Nöten. Je niedriger die Bandbreite der Internetleitung, desto länger dauert das System-Upgrade.
- Des Weiteren sollte klaren sein, dass ein hohes Datenvolumen anfällt, weil alle zu aktualisierenden Pakete von openSUSE über die (weiter unten gelisteten) Repositories bezogen werden. Dies kann sich bei einem Volumentarif wegen des erhöhten Datenverkehrs negativ auf die Rechnung auswirken.
| Achtung: Ein System-Upgrade sollte nur zur nächst höheren openSUSE-Version (jeweils ein Version' s Sprung) durchgeführt werden. |
System-Upgrade Teil 1
Bei dieser Art des System-Upgrade' s ist das Hauptwerkzeug die Konsole (auch Terminal genannt). Dafür ist es nötig, eine solche zu Beginn zu öffnen.
Administrator werden
Ein weiterer Schritt ist, sich als Root (mit Hilfe des Befehls → su ) anzumelden, weil die folgenden Schritte die entsprechenden Administrator-Rechte voraussetzen.
Dazu eine Konsole öffnen,
→ Befehl:
su
und nun das Passwort eingeben (Tipp: Die Passworteingabe an sich ist nicht sichtbar, d.h. beim Tippen sind die Zeichen nicht zu sehen).
Die Eingabeaufforderung verändert sich und sieht dann wie folgt aus:
hostname:~#
Zypper Installieren
Hier ist das Tool Zypper gemeint. Ältere OpenSuSE-Versionen haben entweder gar kein oder ein veraltetes Zypper.
Ob Zypper installiert ist, kann überprüft werden mit
→ Befehl:
rpm -q zypper
Als Ergebnis erhält man entweder
package zypper mit nachgestellter Versionsnummer
oder die Fehlermeldung
package zypper is not installed
In dem Fall kann Zypper mit YaST installiert oder aktualisiert werden, das geht mit Konsole / Terminal → Root werden
→ Befehl:
yast -i zypper
So wird die aktuelle Version mit allen dazugehörigen Paketen eingespielt. Danach kann Zypper in vollem Umfang verwendet werden.
Entfernen der alten Repositories
Vor dem System-Upgrade müssen alle alten, zur vorherigen openSUSE-Version gehörenden Repositories deaktiviert werden. Dazu kann man die alten Repositories entweder löschen oder umbenennen.
Der folgende Befehl erzeugt ein Backup und versteckt dies vor dem System (durch' s Umbenennen).
→ Befehl:
mv /etc/zypp/repos.d /etc/zypp/repos.d-backup
Dieses Backup kann nach erfolgreich abgelaufenem Upgrade und Beendigung der Aktion auch entfernt werden. Die alten Repositories werden dann nicht mehr benötigt.
Hinzufügen neuer Repositories
Um auf die neue openSUSE-Version aktualisieren zu können, werden die entsprechenden Repositories benötigt.
Diese Repositories werden über einen der folgenden Aufrufe (je nach Version) von Zypper - Befehl eingefügt:
| Version: 11.2
| zypper ar http://download.opensuse.org/distribution/11.2/repo/oss openSUSE-11.2 |
| Version: 11.1
| zypper ar http://download.opensuse.org/distribution/11.1/repo/oss openSUSE-11.1 |
| Version: 11.0
| zypper ar http://download.opensuse.org/distribution/11.0/repo/oss openSUSE-11.0 |
Wichtig für openSuSE 10.3
| Hinweis: Gilt nur bei Upgrade von openSuSE 10.3 |
Zuerst muss das Paket RPM aktualisiert werden, noch vor allen anderen Paketen.
Das geht mit → Befehl:
| Version: x86_64 (64-bit)
| rpm -Uhv 'http://download.opensuse.org/distribution/11.0/repo/oss/suse/x86_64/rpm-4.4.2-199.1.x86_64.rpm' |
| Version: x86 (32-bit)
| rpm -Uhv 'http://download.opensuse.org/distribution/11.0/repo/oss/suse/i586/rpm-4.4.2-199.1.i586.rpm' |
System-Upgrade Teil 2
Aktualisieren des Paketverwaltungstools → Zypper, indem es vom gerade hinzugefügten OSS Repository geladen wird.
Hintergrund: Paketverwaltungswerkzeug aktualisieren.
→ Befehl:
zypper in zypper
Zusätzliche Repositories zufügen
Weitere Repositories/Paketquellen Als nächstes werden offizielle OSS-Repository, und optional, das Packman-Repository hinzu.
| Version: 11.2
|
zypper ar http://download.opensuse.org/distribution/11.2/repo/non-oss openSUSE112_NonOSS |
| Version: 11.1
|
zypper ar http://download.opensuse.org/distribution/11.1/repo/non-oss openSUSE111_NonOSS |
| Version: 11.0
|
zypper ar http://download.opensuse.org/distribution/11.0/repo/non-oss openSUSE110_NonOSS |
| Hinweis
Wer über einen Server verfügt, kann hier das betreffende ISO-Image durch Hinzufügen der URL auf den eigenen Server kopieren (Aber Vorsicht, hier muss der Pfad an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden) |
Das geht mit → Befehl (Beispiel für openSUSE 11.1 64Bit):
zypper ar 'iso:///?iso=openSUSE-11.1-DVD-x86_64.iso&url=file:///disks/images/' openSUSE111_DVD_lokal
Aktualisieren der Repositories
Weiter für alle: Jetzt werden noch die neuen Repositories hoch geladen und aktualisiert. Das geht mit
→ Befehl:
zypper ref
System-Upgrade Teil 3
Im diesem Abschnitt wird nun das eigentliche Upgrade ausgeführt.
System-Upgrade Start
Wenn alles bisher fehlerfrei abgelaufen ist, kann das eigentliche System-Upgrade durchgeführt werden.
→ Befehl:
zypper dup
Sind alle Abhängigkeiten aufgelöst, das Upgrade sauber durchgelaufen und erfolgreich beendet, lässt zur Sicherheit der Datenbankspeicher von "Altlasten" befreien.
Hierzu genügt noch ein
→ Befehl
zypper clean
ausgeführt werden.
| Wichtige Information |
- Das ganze kann und wird je nach Internetverbindung einige Zeit beanspruchen. Hier muss je nach System und Konfiguration mit mehr oder weniger vielen System-Rückfragen zur Anpassung an die neue openSUSE-Version gerechnet werden. Es ist empfehlenswert bei einer solchen Aktion beim Gerät zu bleiben, damit gegebenenfalls korrigierend eingegriffen werden kann.
- Wenn ein Paket nicht vom Server verfügbar war (z.B. wegen Übertragungsfehlern), bietet Zypper an, es erneut herunterzuladen, zu ignorieren oder den Vorgang abzubrechen. Für den Fall des Abbruchs sollte Zypper mit den gleichen Optionen gestartet werden, bis er keine Pakete mehr zum Upgrade anbietet. Der Rechner sollte keinesfalls vorher neu gestartet werden, sonst ist das System unter Umständen beschädigt.
Neustart (Reboot)
Ist die ganze Prozedur ohne Probleme und fehlerfrei abgelaufen, muss das Upgrade noch mit einem Neustart abgeschlossen werden.
Das geht mit Befehl:
reboot
Nacharbeit - Wichtiges nach dem Upgrade
War der Neustart erfolgreich und das System läuft, sollte nun eine abschließende Kontrollen folgen. Hierzu gehört das alle Repositories kontrolliert, korrigiert und gegebenenfalls noch fehlende Repositories (z.B. Update-Repositories), angepasst an das neue System, wieder eingefügt werden. Eine Exkursion durch' s hoffentlich fehlerfrei laufende System kann auch nicht schaden, schon allein um festzustellen ob es hier oder da vielleicht Tools gibt die wieder nachinstalliert werden müssen weil diese im Zuge des System-Upgrade' s entfernt wurden.
Sehr wichtige Anlaufstelle für die " Nachbehandlung " der Repositories / Paket Quellen / Paket Datenbank ist entweder der Text basierte Weg mit
Zypper Anleitung
oder dem grafischen Weg über
YaST Software Repositories
wo sich alle wichtige Informationen über die richtige Paket Quellen / Repositories / Paket Datenbank und deren Konfiguration finden lassen. Denken sie immer daran das sie nur die wichtigsten, nötigsten, zum System passenden Paket Quellen / Repositories einbinden und diese auch richtig konfiguriert (Wichtig: → Aktivieren, Automatische Aktualisierung, Prioritäten) sein müssen um sich die richtigen Pakete per nach Installation oder Update' s oder Upgrade' s aus der passenden Paket Quelle / Repositories einspielen zu lassen. Wird hier nicht korrekt gearbeitet, kann das schnell Auswirkungen nach sich ziehen die nicht gewünscht sind bzw sogar zu Schäden am System führen.

