The wikis are now using the new authentication system.
If you did not migrate your account yet, visit https://idp-portal-info.suse.com/

Release-Ankündigung 15.2

Wechseln zu: Navigation, Suche

openSUSE Leap 15.2 Veröffentlichungsankündigung

openSUSE Leap 15.2 Veröffentlichung bringt spannende neue Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning und Container Pakete

2. Juli 2020

Nürnberg, Deutschland- Das openSUSE Veröffentlichungsteam freut sich, die Verfügbarkeit des gemeinschaftlich entwickelten openSUSE Leap 15.2 bekannt zu geben. Professionelle Nutzer, von Desktops über Server im Rechenzentrum bis hin zu Bereitstellern von Containern und Virtuellen Maschinen (VM), werden Leap 15.2 als eine hochwertiges, leicht zu bedienendes, Linux-Betriebssystem der Enterprise-Klasse nutzen können.

Diese Veröffentlichung bietet Sicherheitsaktualisierungen, Fehlerkorrekturen, Netzwerkverbesserungen und viele neue Merkmale für openSUSE Nutzer, die sich auf eine stabile und skalierbare Distribution verlassen. openSUSEs reiche und reife Linux-Plattform unterstützt Workloads auf x86-64, ARM64 und POWER Systemen. Die Zuverlässigkeit auf Kernpakete, die in vorherigen Leap 15 Versionen gefunden werden können und neuere Open Source Technologien in Leap 15.2 stehen für verschiedene Nutzungen und Workloads bereit.

"Leap 15.2 stellt einen großen Schritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz dar." sagte Marco Varlese, ein Entwickler und Mitglied des Projekts. "Ich freue mich sehr, dass openSUSE Endbenutzer nun endlich Machine Learning und Deep Learning-Frameworks und Anwendungen über unsere Softwarequellen nutzen können um ein stabiles und aktuelles Ökosystem zu genießen."

Was ist neu

Verschiedene spannenende Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning Pakete wurden in Leap 15.2 hinzugefügt.

Tensorflow: Ein Framework für Deep Learning welches von Datenwissenschaftlern verwendet werden kann, numerische Berechnungen und Daten-Flow-Graphen bietet. Seine flexible Architektur ermöglicht es Benutzern Berechnungen auf einer oder mehreren CPUs auf einem Desktop, Server oder Mobilgerät ohne Neuschreiben von Code bereit zu stellen.

PyTorch: Erstellt für sowohl den Server und Rechenressourcen beschleunigt diese Lernbibliothek die Fähigkeit von Power-Usern für eine Projekt einen Prototypen zu erstellen und es in eine Produktionsumgebung zu verschieben.

ONNX: Ein offenes Format, welches erstellt wurde um Machine-Learning Modelle zu repräsentieren. Es bietet Interoperabilität im KI Werkzeugraum. Es ermöglicht es KI-Entwicklern Modelle mit einer Reihe von Frameworks, Werkzeugen, Runtimes und Compilern zu benutzen.

Grafana und Prometheus sind zwei neue betreute Pakete, die neue Möglichkeiten für Analyseexperten eröffnen. Grafana bietet Endnutzern die Möglichkeit, visuelle Analysen zu erstellen.

Die umfassenende Datenmodellierungspakete: Graphite, Elastic und Prometheus geben den openSUSE Nutzern größeren Raum um Daten zu konstruieren, berechnen und entschlüsseln.

Allgemein wuchsen die Softwarepakete in der Distribution hundertfach an. Data fusion, Machine Learning und KI sind nicht alles was in openSUSE Leap 15.2 neu ist.

Container Technologien

openSUSE-Nutzer werden mehr Möglichkeiten haben, containerisierte Anwendungen zu entwickeln, verschicken und bereit zu stellen. Dies geschieht durch die neueren Container-Technologien, die in der Distribution betreut werden.

Zum ersten Mal ist Kubernetes ein offizielles Paket in der Veröffentlichung. Dies gibt einen enormen Auftrieb für die Orchestrierung von Container und ermöglicht es Benutzers, Bereitstellungen zu automatisieren, zu skaliieren und containerisierte Anwendungen zu verwalten.

Helm, die Paketverwaltung für Kubernetes ist ebenfalls hinzugefügt worden. Helm hilft Entwicklern und Systemadministratoren dabei Komplexität zu leiten in dem die komplexesten Kubernetesanwendungen definiert, installiert und aktualisiert werden.

Container Runtime Interface (CRI) mit Open Container Initiative (OCI) konformen Runtimes (CRI-O) ist ebenfalls neu in dieser Veröffentlichung. CRI-O ist eine leichtgewichtige Alternative zur Nutzung von Docker als Runtime. Dies ermöglicht es Kubernetes jegliche OCI-konforme Runtime zu verwenden sei es für Podf oder Prozesse, die in einem Cluster laufen.

Selbst mit Docker wird die Nutzung von Microservices sicher sein dank der Tatsache, dass mehr Container-Pakete in dieser Veröffentlichung ankommen.

Cilium hilft dabei, transparent Netzwerkkonnektivität und Load-Balancing zwischen bereit gestellten Anwendungscontainern und Diensten zu sichern. Dabei werden Linux Container-Frameworks wie Docker und Kubernetes verwendet. Cilium bietet einen effizienten Weg Netzwerk- sowie Anwendungsschichts-bezogene Sicherheits Policies zu definieren und zu erzwingen, die auf einer Identität von Container/Pod basieren.

Leap 15.2 bietet sowohl Server als auch Transactional Server Systemrollen. Die Server Systemrolle verwendet ein kleines Set an Paketen, welche für Server mit Text-Modus Schnittstelle geeignet sind. Währenddessen ähnelt die Transactional Server Systemrolle der Serverrolle wobei ein nur-lesen Root-Dateisystem verwendet wird um atomisierte, automatisierte Aktualisierungen des Systems angeboten werden ohne mit dem laufenden System in Konflikt zu treten.

Installationsprozess

Die openSUSE Installationsroutine bleibt wie denn je leistungsfähig und vielseitig. Dies ermöglicht es leicht, jeden einzelnen Aspekt des Systems anzupassen inklusive der Problematik für CPU-basierte Angriffe wie Spectre oder Meltdown. Der Installationsprozess zeigt verschiedene Verbesserungen wie einen benutzerfreundlichen Dialog um die Systemrolle zu wählen, verbesserte Informationen über den Installationsfortschritt, bessere Kompatiblität mit rechts-nach-links-Sprachen wie Arabisch und viele andere kleine Verbesserungen.

In Leap 15.2 bietet es eine zuverlässigere Entdeckung von MS Windows Partitionen, die mit BitLocker verschlüsselt sind und eine bessere Verwaltung von Speichermedien für Raspberry Pi. Die Installationsroutine macht ebenso die Problematik von CPU-basierenden Angriffen wie Spectre oder Meltdown.

Unbeaufsichtigte Installationen mit AutoYaST wurde stark verbessert. Viele Aspekte sind auf allen Ebenen poliert worden. Mehr Konfigurationsoptionen sind hinzugefügt worden und die möglichen Fehler im Benutzerprofil und dem Installationsprozess werden nun sensibler und informativer verarbeitet und gemeldet.

Verbesserungen bei YaST - Das vollständigste Konfigurationswerkzeug für Linux

Der YaST Partitionierer bleibt das mächtigste Werkzeug um alle Arten von Speicher Technolgien in Linux zu konfigurieren sowohl während der Installation des Systems oder zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Veröffentlichung beinhaltet die Möglichkeit ein Btrfs-Dateisystem zu erstellen und zu verwalten. Dabei erstreckt sich das Dateisystem über mehrere Geräte und die Veröffentlichung ermöglicht die Nutzung von fortgeschritteneren Verschlüsselungstechnologien.

Leap 15.2 ist die erste openSUSE Veröffentlichung die die Konfiguration der Systeme zwischen /usr/etc und /etc Verzeichnissen untersützt. YaST unterstützt in dieser neuen Struuktur alle betroffenen Module wobei Systemadministratoren ein zentraler Punkt gegeben wird, die Konfiguration zu inspizieren. Dies hilft ihnen bei der Umstellung und auch später.

Leap kann oberhalb des Windows Subsystem for Linux (WSL) ausgeführt werden und liefert die Leistung von openSUSE in der Windowswelt. Die YaST-Version in Leap 15.2 verbessert die Kompatiblität mit dieser Plattform insbesondere wenn YaST Firstboot ausgeführt wird um alle anfänglichen Anpassungen vorzunehmen.

Desktopumgebung

Während die Desktopumgebungen in dieser Veröffentlichung neu sein werden bleibt die Fokussierung auf konservativere bestimmte Veröffentlichung. Die Long-Term-Support Version von KDEs Plasma 5.18 ist Leap 15.2 verfügbar. Die neuere LTS hat einen großen Anteil an Politur und neuen Merkmalen. Benachrichtigungen sind klarer, Einstellungen wurden harmonisiert und das Gesamtaussehen ist attraktiver. GNOME 3.34 wird von der vorherigen 3.26 Version welche in Leap 15.1 verfügbar war aktualisiert. Das neue GNOME bietet eine beachtenswerte Menge von visuellen Neuerungen für eine Anzahl von Anwendungen. Mehr Datenquellen in Sysprof machen Performance-Profiling einer Anwendung noch leichter und es gibt verschiedene Verbesserungen zu Builder inklusive eines integrierten D-Bus Inspektors. Xfce hat eine kleine Aktualisierung auf Version 4.14 nach mehr als vier Jahren Entwicklung. Die neue Version brachte eine Menge an Updates und Features hervor inklusive Verbesserungen am Window-Manager, Dateimanager, Application Finder und Stromverwaltung.

Cloud Abbilder, Hardware and Architekturen

Linode Cloud-Abbilder von Leap sind ab heute verfügbar und bereit für alle Infrastrukturbedürfnisse. Cloud-Hosting Dienste werden Abbilder von Leap 15.2 in den kommenden Wochen anbieten, beispielsweise Amazon Web Services, Azure, Google Compute Engine und OpenStack. Leap 15 wird ständig für Cloudnutzungs-Szenarien optimiert - als Host und Virtualisierungsgast.

TUXEDO Computers und Linux notebooks können mit Leap 15.2 Vorabinstallationen erworben werden.

Leap Deployment-Szenarien beinhalten physisch, virtuelle, Host und Gast sowie Cloud. Protierungen auf andere Architekturen wie ARM64 und POWER werden in den kommenden Wochen erwartet.

Kernkompontenten

Compiler, Skriptsprachen, Systemkonfigurationswerkzeuge und grafische Benutzerschnittstellen wurden allesamt verbessert.

GNU Compiler Collection 7 bis 9 sind in dieser neueren Minor-Version von Leap verfügbar zusammen mit einer aktualisierten Version des 3D-Grafik-Pakets Mesa um die Nutzung des professionellen Betriebssystems zu unterstützen. Leap 15.2 hat die gleiche 234 Version von systemd, die in Leap 15.0 und 15.1 verwendet wird.

Neue Grafikhardwareunterstützung wurde für die Veröffentlichung von Leap 15.2 zurückportiert und Linux Kernel 5.3 wird für die Veröffentlichung verwendet. Kernel Features werden automatisch verfügbar da die Distribution sich den Kernel mit SUSE Linux Enterprise (SLE) teilt.

openSUSE Leap 15.2 ist eine Distribution mit Community-Pakete, die auf Basis der Kernquellen von SLE 15 Service Package 2 aufbauen. Der geteilte gemeinsame Kern und Ausrichtung mit SLE macht die Migrationen zu SUSEs Enterpriseprodukte leicht für Profis die den Lebenszyklus ihrer Wartung und Sicherheit jenseits des Lebenszyklus von Leap möchten. Migration von der Communityversion von Leap auf SUSE Linux Enterprise ist eine verfügbare Option für diejenigen, die eine Migration wünschen. Die Migration von openSUSE Leap Serverinstallationen auf SUSE Linux Enterprise ist leicht für Systemintegratoren, die auf Leap Code entwickeln und sich entscheiden, auf eine Enterpriseversion für SLAs, Zertifizierung, Mass-Deployment oder erweiterten Long-Term-Support zuzusteuern.

Gesundheitspakete

Diese Leap Veröffentlichung erhöht die Fähigkeiten von Gesundheitsdienstleistungen. Das preisgekrönte Gesundheits- und Krankenhaus-Managementsystem GNU Health kommt in Version 3.6.4. Es hat eine aktualisierte GUI und ist für COVID-19-Pandemie-Tracking vorbereitet, inklusive aktualisierte ICD-10 Codes und verbesserten Laborfunktionen. GNU Health kann sich direkt mit Orthanc, dem freien PACS Server, der in dieser Version neu ausgeliefert wird, verbinden. Entwickler der Gesundheits- und Medizinfelder haben verschiedene Open Source Werkzeuge in openSUSE Leap die verwendet werden können um mächtige Benutzer-Schnittstellen (UI) und Benutzer-Experiences (UX) für medizinische Geräte zu erstellen. Entwickler von von Geräten für das Gesundheitswesen können sich auf die Nutzung und Leistung von Leap verlassen sowie auf das System welches neuere und ältere Hardware unterstützt.

Konfigurationsmanagement

Systemadministratoren werden die neuesten aktuellen Werkzeuge für Konfigurationsmanagement bekommen. Salt 3000 ist in Leap angekommen; die neue Salt-Version entfernt die Datumsversionierung und bietet neue Funktionen für chroot: apply, sls, und highstate. Ebenso aktualisiert es die slot-Syntax um das Parsen von Dictionary-Antworten zu unterstützen sowie Anhängen von Text. Ansible ist ebenfalls für Sysadmins verfügbar. Ansible arbeitet über SSH und benötigt keine installierte Software oder Daemons auf den Remote Nodes.

Groupware und File Hosting

File sharing und Clouddienste beinhalten Software wie NextCloud und selbst die Groupware Anwendungssuite Kopano (ursprünglich als Zarafa bekannt) ist Teil der offiziellen Leap 15.2 Repositories.

So wie bei vorherigen Versionen können Systemadministratoren und kleine Unternehmen zum Hosting von Web- und Mailservern sowie Netzwerkverwaltung mit DHCP, DNS, NTP, Samba, NFS, LDAP und Hunderten von anderen Diensten nutzen.

Lebenszyklus von Leap

Unterversionen der Leap 15 Serien haben etwa einen 18-monatigen Lebenszyklus wobei diese etwa einmal im Jahr erscheinen. Benutzer von openSUSE Leap 15.1, welches im Mai 2019 veröffentlicht wurde sollten auf Leap 15.2 innerhalb der nächsten 6 Monate aktualisieren. Die erste Veröffentlichung von Leap 15 wurde vor zwei Jahren veröffentlicht.

Herunterladen von Leap 15.2

Besucht https://software.opensuse.org/distributions/leap um das ISO-Abbild von Leap herunter zu laden.

Fragen

Wenn ihr eine Frage zu der Veröffentlichung haben oder meint, einen Bug gefunden zu haben würden wir gerne von euch hören. Ihr erreicht uns unter:

  https://t.me/openSUSE_group
  https://lists.opensuse.org/opensuse-support/
  https://discordapp.com/invite/openSUSE

Macht mit

Das openSUSE Projekt ist eine weltweit Gemeinschaft, die die Nutzung von Linux überall propagiert. Es erstellt zwei der weltbesten Linuxdistributionen: Das Tumbleweed Rolling-Release und Leap die Hybrid-Enterprise-Community Distribution. openSUSE arbeitet ständig gemeinsam auf eine offene, transparente und freudliche Art als Teil der weltweiten Free and Open Source Software Gemeinschaft. Das Projekt wird durch seine Gemeinschaft gesteuert und verlässt sich auf die Beiträge von Einzelnen, die als Tester, Autoren, Übersetzer, Usability-Exterten, Künstlern, Botschaftern und Entwickler arbeiten. Das Projekt umfasst eine große Anzahl von Technologie, Leute mit verschiedenen Expertisestufen, die mehrere unterschiedliche Sprachen sprechen und die unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben. Erfahrt mehr darüber auf opensuse.org