Amarok

aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank

Amarok

Amarok 2.0 mit Liedtext-Plasmoid

Versionen in Distributionen von openSUSE; aktuelle Versionen für ihre Distribution finden Sie (evtl.) im Build Service.

10.1: 10.2:
1.3.8 1.4.4
10.3 11.0
1.4.7 1.4.9.1
11.1 Factory
1.4.10 &
2.0
2.1.1

Amarok ist ein freier Abspieler für Audiodateien und Internetaudioströme. Er wird für KDE entwickelt, funktioniert aber auch unter anderen Arbeitsumgebungen wie GNOME. Er zeichnet sich durch einen reichhaltigen Funktionsumfang aus und durch die Eigenschaft, Medieninformationen in einer Datenbank zu speichern. Amarok spielt die Musik nicht direkt selber ab, sondern verwendet dafür verschiedene andere Programme und Bibliotheken wie GStreamer und xine und ab Version 2.0 Phonon. Von ihnen hängt auch die Unterstützung der Audioformate ab.

Das Aussehen von Amarok lässt sich umfangreich anpassen. So können das Spielerfenster und die Wiedergabelist getrennt oder in einem Fenster angezeigt werden. Die Farben lassen sich unabhängig von KDE verändern. Die Anzeige der Kontextinformationen lässt sich über CSS-Dateien gestalten.

Mit Version 2.0 erhielt Amarok eine komplett neuen Gestaltung, setzt auf KDE4 auf und nutzt dessen Multimediaschnittstelle Phonon zum Abspielen von Musik. Das Aussehen lässt sich ab dieser Version über Plasmoids in Amarok anpassen, die auf mehreren Arbeitsbereichen innerhalb des Programmfensters angezeigt und beliebig sortiert werden können. Die neue Version erhielt eine neue, flexiblere Schnittstelle für Plugins und Skripte um einfacher neue Dienste einbinden zu können, solche aus Amarok 1.x können dadurch allerdings nicht mehr genutzt werden können. Die Verzahnung mit Internetdiensten wurde erweitert, was auch ein Ergebnis der neuen Plugin-Schnittstelle ist.


Funktionen

  • Benutzung von Datenbanken (SQLite, MySQL und PostgreSQL), ab 2.0 keine Auswahl mehr möglich, es wird eine integrierte MySQL-Datenbank wird genutzt
  • Integration der Wikipedia
  • Integrierte Liedtextsuche
  • Azeige von Kontextinformationen zum aktuell gespielten Stück
  • Dynamische Abspiellisten
  • Intelligente Abspiellisten
  • Einblenden von Informationen auf dem Bildschirm beim Liedwechsel
  • Anzeige von CD-Covern von Amazon oder der Festplatte
  • Einfach durchsuchbare Musiksammlung
  • Verschiedene Module zur Klangausgabe (xine, GStreamer, Network-Integrated Multimedia Middleware, HelixPlayer), ab 2.0 über Phonon
  • Überblenden von Stücken (in 2.0 noch nicht wieder möglich)
  • Integrierte Unterstützung für tragbare Musikspieler (iPod, iRiver und generische ab 1.4, Creative Nomad ab 1.4.1)
  • Integration von Last.fm und native Untestützung on Last.fm-Audioströmen
  • Erweiterbarkeit durch Skripte, mit Hilfe von DCOP (ab 2.0 per D-Bus)
  • DAAP-Klient mit Unterstützung für Zeroconf
  • Unterstützung für MTP-fähige Mediengeräte
  • Integration von magnatune.com und ab 2.0 von jamendo.com, mp3tunes.com und shoutcast.com
  • Kennzeichnung der Musik mit Hilfe von Labels (in 2.0 noch nicht wieder verfügbar)
  • Unterstützung für Podcasts und OPML

Bilder


Einschränkungen und neuere Versionen

Die von openSUSE veröffentlichten Amarok-Pakete der Version 1.x nutzen lediglich die integrierte SQLite-Datenbank. Wenn Sie beispielsweise eine MySQL-Datenbank benutzen wollen, können Sie die Pakete von Guru für ihre Ausgabe von SUSE Linux installieren. Beachten Sie auch, dass die mit openSUSE ausgelieferten Versionen von xine und GStreamer keine Unterstützung für lizenzrechtlich problematische Formate mitbringen. xine erhalten Sie bspw. bei Packman. Neuere Amarok-Versionen direkt von openSUSE erhalten Sie im KDE-Backports-Depot des openSUSE-Buildservice. Weitere Informationen zu anderen Paketquellen und deren Integration erhalten sie im Artikel Zusätzliche Paketquellen für YaST.

Amarok 2 greift auf Phonon zurück, wodurch es abspielen kann, was dessen Backends ermöglichen. Informationen dazu erhalten Sie im Artikel über Phonon. Aktuelle Pakete von Amarok2 finden Sie im Paketdepot KDE:KDE4:STABLE:Extra-Apps.


Problemlösungen

Die Sammlung bleibt leer

Wenn bei Amarok2 die Sammlung leer bleibt, obwohl Sie Ordner hinzugefügt haben, dann überprüfen Sie, ob die MySQL-Datenbank installiert ist (Paket mysql). Amarok2 verwendet zwar eine eingebettete MySQL-Datenbank, benötigt dazu aber das mysql-Programm.

Wiedergabe ist verstümmelt oder funktioniert nicht

Um Formate wie MP3 oder WMA abspielen zu können, müssen die zu Grunde liegenden Techniken diese unterstützen, sehen Sie dazu auch Einschränkungen und neuere Versionen. Bei Amarok2 kann es auch helfen, das Phonon-Backend umzustellen, wobei aber auch dessen Grundlagen die Formate wiedergeben können müssen.

Amarok2 stürzt bei der Wiedergabe ab

Das GStreamer-Backend für Phonon ist noch fehlerhaft. Falls Phonon dieses Backend nutzt, dann stellen Sie es auf xine um. Wie Sie das machen, erfahren Sie im Artikel über Phonon.

Wie bekomme ich die deutsche Wikipedia in Amarok2?

Ein umstellen der Wikipedia auf eine andere Sprache als Englisch ist in Amarok 2.0.0 leider noch nicht integriert, ist aber für eine kommende Version auf jeden Fall vorgesehen.


Siehe auch


WWW-Verweise