X.Org
aus openSUSE, der freien Wissensdatenbank
Inhaltsverzeichnis |
| X.Org | |
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| Entwickler: | X.Org Foundation |
| Versionen in Distributionen von openSUSE; aktuelle Versionen für ihre Distribution finden Sie (evtl.) im Build Service: | |
| Lizenz: | verschiedene freie Lizenzen |
| Deutschsprachig: | nein |
| Web-Seite: | x.org |
X.Org ist ein Server für das X-Window-System. Er bringt für die meisten Grafikkarten, Monitore und Eingabegeräte Treiber mit. Die Grafiktreiber enthalten größtenteils aber keine Unterstützung für Hardware-3D-Beschleunigung. Einige Hersteller (wie AMD/ATI und NVIDIA) bieten für ihre Grafikprozessoren proprietäre Treiber an, welche 3D-Hardwarebeschleunigung mitbringen und es oft auch ermöglichen, den TV-Ausgang und alle Monitorausgänge zu benutzen.
Die Versionen 6.9 und 7.0 sind vom Inhalt her identisch, sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Auslieferung. Version 7.0 ist stark modularisiert und soll den Entwicklungsprozess in Zukunft vereinfachen, Version 6.9 benutzt noch die traditionelle Aufteilung der einzelnen Komponenten. Seit der Veröffentlichung von Version 7.1 wird die 6er-Reiher nicht mehr weiterentwickelt sondern lediglich mit Sicherheitsaktualisierungen gepflegt.
Verschiedene Erweiterungen haben die Fähigkeiten des Servers immer wieder ausgebaut, zuletzt kam AIGLX hinzu (ab 7.1), welches es ermöglicht, mit Hilfe spezieller Fensterverwalter die Arbeitsfläche mit von der Hardware beschleunigten grafischen Effekten aufzufrischen. In die gleiche Kerbe schlägt auch Xgl, ist dabei aber keine Erweiterung. Die Composite-Erweiterung ermöglicht ebenfalls grafische Effekte, allerdings nicht so umfassend, da hier lediglich 2D-Beschleunigung verwendet wird. XVideo ermöglicht es wiederum, Filme ruckelfrei mittels Videobeschleunigung wiederzugeben. Die Erweiterung Xinerama erlaubt es, die Arbeitsfläche auf mehrere Monitore zu verteilen.
Konfiguration
Die Konfiguration des X.Org-X-Servers wird in der Datei /etc/X11/xorg.conf gespeichert.
Unter openSUSE steht ihnen mit SaX2 ein fortschrittliches, grafisches Werkzeug zur Konfiguration des X-Servers zur Verfügung. Es wird sowohl bei der Installation als auch in YaST benutzt. Weitere Informationen zu SaX2 erhalten Sie im zugehörigen Wiki-Artikel.
X.Org bringt zusätzlich ein eigenes Kommandozeilenwerkzeug namens xorgconfig mit, mit dem Sie den X-Server konfigurieren können. Dieses muss in einer Konsole als root aufgerufen werden und fragt dann in mehreren Schritten Informationen zu ihrem System ab.
Sie können auch mit einem Texteditor ihrer Wahl die Konfigurationsdatei /etc/X11/xorg.conf manuell bearbeiten. Informationen zu den verfügbaren Optionen erhalten Sie in der man-Seite zur xorg.conf (man xorg.conf).
Einige proprietäre Grafikkartentreiber wie die von NVIDIA und AMD/ATI bringen zusätzlich eigene Konfigurationswerkzeuge für die Kommandozeile mit.
Trotz der verschiedenen Möglichkeiten zur Konfiguration sollten Sie unter openSUSE SaX2 zur Konfiguration nutzen, da dieser Weg am besten unterstützt wird.
Tipps und Tricks
X-Server gewaltsam beenden
Der X-Server lässt sich mit der Tastenkombination Strg+Alt+Rücklauftaste (Rücklauftaste = Backspace) neu starten. Dies ist hilfreich, falls sich das X-Window-System, also der X-Server, aufgehängt hat. Durch Drücken der Tastenkombination wird der X-Server neu gestartet und Sie gelangen zum Anmeldebildschirm zurück. Nicht gespeicherte Daten gehen dabei verloren!
Ab openSUSE 11.0 müssen Sie die Tastenkombination innerhalb von zwei Sekunden doppelt ausführen. Dies soll vor versehentlichem Neustarten schützen. Beim ersten Drücken erhalten Sie - auf den meisten Systemen - einen Piepton, beim zweiten Drücken startet der Server neu. Sie können diese Sicherung deaktivieren, indem Sie im Abschnitt ServerFlags in der Datei /etc/X11/xorg.conf die folgende Zeile entfernen:
Option "ZapWarning" "on"
Paketdepots/Aktuellere Versionen
Siehe auch

